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Stella (McLaren): So gross ist der wahre Rückstand auf Ferrari und Mercedes
McLaren hat beim Heim-GP in Silverstone Rang 4 erreicht, mit Weltmeister Lando Norris. Das schmeichelt dem Konstrukteurs-Weltmeister. Denn Teamchef Andrea Stella kennt den wahren Rückstand.
Formel-1-Weltmeister Lando Norris stand bei den vergangenen fünf WM-Läufen nur einmal auf dem Siegerpodest, als Dritter nach dem Barcelona-GP. Die letzte Podestfahrt von Oscar Piastri? Anfang Mai in Miami.
Konstrukteurs-Weltmeister McLaren liegt in der Zwischenwertung nur auf Rang 3, abgeschlagen hinter Mercedes und Ferrari. Eine erfolgreiche Titelverteidigung ist nicht in Sicht. Das weiss auch Teamchef Andrea Stella.
Der 55-jährige Italiener hat das Silverstone-Wochenende wie folgt analysiert: «Wir haben immer noch einen deutlichen Rückstand auf Ferrari und Mercedes – wahrscheinlich etwa eine halbe Sekunde.»
«Was das Rennen von Norris angeht, so haben wir von Unfällen profitiert, die anderen passiert sind. Unsere Strategie war in Ordnung. Lando hat einen guten Job gemacht, das Auto mit alten Reifen zu fahren und dabei ordentliches Tempo zu halten.»
«Aber P4 schmeichelt uns, das ist nicht unser eigenes Verdienst, sondern eher ein Resultat, weil andere Fahrer Probleme hatten.»
Apropos Probleme: Oscar Piasti wurde in der hektischen Anfangsphase des Grand Prix zwischen den Rennwagen von Red Bull Racing eingeklemmt und musste sich deswegen an der Box eine neue Fahrzeugnase abholen.
Andrea Stella weiter: «Für uns war es schwierig für einzuschätzen, wie gravierend der Schaden am Wagen von Oscar war. Den Daten zufolge sah es nach einem kaputten Frontflügel aus, aber es schien im Bereich der Endplatte zu sein, also liessen wir ihn noch eine Runde draussen. Dann kollabierte der Flügel, also verloren wir Zeit und mussten ihn natürlich an die Box holen. Er fiel auf den zweitletzten Platz zurück.»
«Danach zeigte Piastri anständiges Tempo. Es wäre für Oscar jedoch immer schwierig gewesen, aus dieser Position noch Punkte zu holen.»
Fazit für Stella: «Die Tatsache, dass wir mit den Upgrades nicht im Gleichschritt mit der Konkurrenz sind, ist wahrscheinlich der grösste Einzelfaktor für den Rückstand. Wir sehen, dass alle, die Verbesserungen an ihre Autos bringen, ihre Rundenzeit um etwa drei Zehntel senken.»
«Ein Evo-Paket unsererseits würde definitiv nicht die Lücke schliessen, die wir derzeit auf Ferrari und Mercedes haben, denn die liegt wie erwähnt eher im Bereich einer halben Sekunde.»
«Der zweite Faktor in England war die geringe Haftung. Die Bedingungen waren schwierig. Das Auto rutschte, es war ziemlich unberechenbar mit dem Wind, und Autos mit mehr Grip und mehr Abtrieb sind da im Vorteil, weil das Auto dann etwas vorhersehbarer reagiert.»
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