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Anpassung an die 2026er-Ducati: Warum es bei Mackenzie länger gedauert hat

Tarran Mackenzie benötigte mehr Zeit als seine Markenkollegen, um sich auf die neue Ducati Panigale V4R einzustellen. Der MGM-Pilot erklärt, wie seine Statur die Umstellung erschwerte.

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Mit dem Wechsel zum MGM-Ducati-Team erhielt Tarran Mackenzie im Verlauf der Superbike-WM 2025 erstmals konkurrenzfähiges Material in der seriennahen Weltmeisterschaft. Der Brite ersetzte Scott Redding ab dem achten Rennwochenende im Balaton Park und wusste das Potenzial der Ducati Panigale V4R schnell zu nutzen. In dieser Saison pilotiert Mackenzie die neue Version der Panigale V4R, die gegenüber dem Vorgängermodell nochmals verbessert wurde.

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Doch während sich einige Ducati-Markenkollegen rasch auf das neue Motorrad einschossen, tat sich Mackenzie mit der Umstellung deutlich schwerer. Nach sieben von zwölf Rennwochenenden belegt der 30-Jährige mit 81 Punkten den 13. WM-Rang. Zu seinen bisherigen Saisonhöhepunkten zählen Rang 4 im verregneten zweiten Lauf auf Phillip Island sowie Platz 5 im zweiten Rennen in Misano.

Mackenzie erklärt den verhaltenen Start in die Saison 2026

«Mit dem alten Motorrad hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Deshalb hatte ich große Erwartungen an das neue Bike. Ich dachte, ich steige auf, drücke den Knopf und das Motorrad erledigt den Rest von allein – nach allem, was man aus den Tests und von anderen gehört hatte», schildert Mackenzie. «Aber so war es nicht. Ich hatte eine schwierige Vorsaison und nicht besonders viele Runden. Natürlich ging es vielen Fahrern ähnlich, aber Leute wie Montella, Baldassarri oder Surra haben sich viel schneller auf das Motorrad eingestellt als ich. Bei mir hat das einfach länger gedauert.»

Erst beim Test in Misano gelang es dem MGM-Team, das Motorrad gezielt auf die körperlichen Voraussetzungen des Briten anzupassen. «Misano war der erste richtige Test für mich. Dort haben wir sogar noch mit Lenkerpositionen, Tankabdeckungen und der Sitzposition experimentiert, weil wir zum ersten Mal genügend Zeit hatten, das Motorrad wirklich auf mich anzupassen. Nur weil etwas für andere Fahrer funktioniert, heißt das nicht, dass es auch für mich funktioniert.»

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Warum Vergleiche mit den Werkspiloten schwierig sind

Vor allem Mackenzies geringes Körpergewicht erschwert die Abstimmungsarbeit. «Wir versuchen einfach, das Motorrad so abzustimmen, dass es zu mir passt. Wenn man sich meinen Tank anschaut, ist er deutlich kürzer als bei den anderen Fahrern. Ich kann mein Körpergewicht nicht so einsetzen wie andere. Gleichzeitig müssen wir trotzdem Gewicht auf das Motorrad bringen. Es geht also darum, die richtige Balance zu finden und das Gewicht an der richtigen Stelle zu platzieren.»

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Der Brite zählt zu den leichtesten Ducati-Piloten im Feld und ist deutlich kleiner als die beiden Werkspiloten Nicolo Bulega und Iker Lecuona. «Von allen Ducati-Fahrern bin ich wahrscheinlich der zweitleichteste. So leicht wie Bautista bin ich nicht, aber ich kenne den genauen Unterschied nicht. Sicher ist nur, dass ich etwas schwerer bin als er.»

Entsprechend umfangreich fielen die Versuche aus, die Gewichtsverteilung zu optimieren. «Grundsätzlich gibt es eine allgemeine Vorstellung davon, wo man Gewicht platzieren sollte, und das funktioniert bei vielen Motorrädern. Bei uns haben wir aber alles ausprobiert: mehr Gewicht hinten, vorne, in der Mitte, weiter oben oder weiter unten.»

Der Aufwand zahlte sich schließlich aus. «Beim Misano-Test haben wir schließlich etwas gefunden, das für mich funktioniert. Das hat mir ermöglicht, einen kleinen Schritt nach vorne zu machen.»

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Donington folgt auf das erfolgreiche Misano-Wochenende

Mackenzie sieht seine Entwicklung ohnehin als kontinuierlichen Prozess. «Auf Phillip Island lag ich etwa auf den Positionen 11 oder 12, in Portimao war es ähnlich. In Assen habe ich einen kleinen Schritt gemacht, in Most den nächsten. Die Entwicklung war langsam, aber ich bin eben jemand, der Zeit braucht.»

Für die zweite Saisonhälfte setzt sich der Brite ein realistisches Ziel: «Ich habe das schon oft gesagt: Ich bin keiner, der auf ein Motorrad steigt und sofort schnell ist. Bei mir dauert es einfach etwas länger. Hoffentlich können wir diesen Trend in Donington fortsetzen. Vielleicht wird es wieder Platz 5, vielleicht besser, vielleicht schlechter. Aber wichtig wäre vor allem, mich dauerhaft in den Top-9 zu etablieren.»

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