George Russell (Mercedes) von Antonelli kalt geduscht: Seltsame Erklärungen
George Russell hat in Belgien gegen Kimi Antonelli erneut den Kürzeren gezogen. Der Engländer äussert seltsame Erklärungen, wieso er das Tempo des italienischen Teenagers nicht halten kann.
Kimi Antonelli in Belgien mit seiner sechsten Pole-Position, eine satte halbe Sekunde schneller als George Russell, das bringt seinen Mercedes-Stallgefährten ins Grübeln – erneut. Der Engländer versucht zu erklären, wieso der Bologneser mit dem Mercedes schneller fahren kann, aber so richtig schlüssig wirkt das alles nicht.
Der siebenfache GP-Sieger aus Grossbritannien sagte am Donnerstag im Fahrerlager des Circuit de Spa-Francorchamps: «Ich arbeite an meinem Fahrstil, ich bin wie ein Golfspieler, der einen neuen Schwung versucht.»
Doch nach der Quali klingt das auf einmal anders. Nun sagt der 28-jährige Brite: «Wir dachten nach dem Silverstone-Wochenende, mein Rückstand liegt am Fahrstil. Aber nun sind wir zum Schluss gekommen – daran liegt es nicht.»
«Ich habe in Q3 auf Kimi vier Zehntel alleine auf den Geraden verloren. Das ist frustrierend. Im zweiten freien Training war der Rückstand sogar sieben Zehntel. Wir versuchen wirklich intensiv, das zu verstehen. In England glaubte ich, dass es an meinem Fahrstil liegt. Also habe ich umgestellt und gemerkt – das ist nicht die Erklärung.»
«Ich glaube noch immer, dass ich mindestens so schnell fahren kann wie Kimi. Aber ich fühle mich wie ein Boxer, dem eine Hand auf den Rücken gebunden ist. Nun muss ich hier in Belgien da durch und hoffen, dass wir für Ungarn eine Lösung haben.»
Der frühere Formel-1-Fahrer Karun Chandhok, heute in Diensten der britischen Sky, findet das alles ein wenig verwirrend. «Gemäss meinen Informationen kann Kimi mehr Schwung aus den Kurven mitnehmen und die Energie effizienter einsetzen, daher ist er auf den Geraden schneller.»
«Aber das widerspricht den Aussagen von George, der zwischen den Zeilen andeutet, dass es ein mechanisches Problem mit seinem Auto gibt – da es ja offenbar nicht am Fahrstil liegt. Es wäre schön, dazu mal von Mercedes was zu hören.»
Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Belgien: «George verliert in den Kurven und erheblich auf den Geraden. Wir habe noch nicht herausfinden können, woran das liegt.»
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