Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. Gespanne
  4. /

  5. Gespanne
  6. /

  7. News

Werbung

Große Sorge um Lene Laise nach bösem Unfall – Polizei machte den Weg frei

Erschüttert erzählte Gespannfahrer Imanuel Schramm SPEEDWEEK.com von seinem unverschuldeten, schlimmen Unfall beim Grasbahnrennen in Noordvolde. Beifahrerin Lene Laise liegt auf der Intensivstation.

Gespanne

Im Artikel erwähnt


Werbung

Werbung

Das Unglück passierte am Samstag, 18. Juli, auf der Grasbahn in Noordvolde in den Niederlanden, eine Autostunde südwestlich von Groningen. Imanuel Schramm hatte mit seiner neuen Beifahrerin Lene Laise den ersten Lauf gewonnen, im zweiten kamen sie nur mittelmäßig vom Start weg und bogen als Dritte in die erste Kurve ein. Nach dem Scheitelpunkt musste der zweitplatzierte Markus Brandhofer sein Gespann querstellen, um nicht das führende, jedoch deutlich langsamere Duo aus England zu rammen. Der Bayer überzog so stark, dass Schramm/Laise nicht ausweichen konnten und sich ihr Motorrad über das Seitenwagenrad überschlug. Lene knallte mit dem Kopf auf die Bahn und war sofort bewusstlos, ein folgendes Gespann krachte in die Maschine von Schramm.

Werbung

Werbung

Fahrer Imanuel Schramm tief erschüttert

«Ich meinte zuerst, Lene wäre tot», erzählte Schramm SPEEDWEEK.com am Sonntagmorgen aus dem Krankenhaus tief erschüttert. «Ich nahm ihr den Helm ab, sie hatte die Augen auf und es gab null Reaktion. So war das fünf Minuten lang – keine Reaktion. Die ärztliche Versorgung in Holland ist perfekt, aber auf dem Rennplatz war es eine Katastrophe. Ich habe ihr den Anzug aufgeschnitten, ich habe alles gemacht und koordiniert, wer was macht. Das war, als wäre ich der Arzt. Ich hatte aber gleich einen guten Draht zu den Notärzten und sagte ihnen, dass ich Lene im besten Krankenhaus haben will, egal wo.»

Die Wahl fiel auf Zwolle, 80 Kilometer südlich gelegen. «Unglaublich und bei uns unvorstellbar, hat mich die Polizei mitgenommen, weil ich nicht im Krankenwagen mitfahren durfte», schilderte Schramm. «Sie fuhren mit Blaulicht vor dem Krankenwagen und machten die Straße frei, das war sensationell. Lene stürzte auf den Kopf und hatte brutale Schmerzen, ich habe nur noch geweint in der Notaufnahme. Sie haben sie dann ins künstliche Koma versetzt, sie komplett gescannt und auf die Intensivstation gebracht. Bei den Tomographien wurde nichts festgestellt, keine Blutungen oder Gerinnsel im Gehirn. Die Ärzte sprechen von einem Trauma, sie können aber nicht ausschließen, dass noch etwas anderes ist, weil man auf Scans nicht immer alles sieht.»

Lene Laise ist wieder bei Bewusstsein

Ab Mitternacht versuchten die Ärzte die 21-Jährige aus Zweibrücken zurückzuholen, bis 3.30 Uhr in der Nacht war Lene so weit stabilisiert, dass die Medikamente reduziert und sie langsam wieder aufgeweckt werden konnte.

Werbung

Werbung

Inzwischen ist die Pfälzerin wieder bei vollem Bewusstsein, wird aber weiterhin intensiv versorgt und steht unter starkem Medikamenteneinfluss. Ihr Zustand ist stabil, sie ist außer Lebensgefahr und hat nach derzeitigem Kenntnisstand keine Knochenbrüche erlitten – auch weil sie eine Airbagweste trug.

Die Betreuung ist zehnmal so gut wie in Deutschland.

imanuel schramm

«Stand jetzt gibt es keine bleibenden Schäden», sagte Schramm, der keine Sekunde von der Seite seiner Beifahrerin wich. «Das muss sich aber alles noch ein Neurologe anschauen, bei solchen Kopfverletzungen kann man sich nie ganz sicher sein. Ihr Vater und ihre Mutter sind sofort nach Holland gefahren und kamen an, als sie aufwachte. Die sind jetzt glücklicherweise auch da. Ich habe schon viel erlebt, aber es gibt keine besseren Krankenhäuser als in Holland. Die Betreuung ist zehnmal so gut wie in Deutschland, du bleibst keine Sekunde alleingelassen. Wir haben ein Familienaufenthaltszimmer gekriegt, wo wir unsere Klamotten ablegen konnten und es Kaffee und anderes zu trinken gibt. Am Morgen haben sie uns ein Frühstück vorbereitet. Die Hilfsbereitschaft in diesem Krankenhaus – so etwas habe ich noch nie erlebt. Die Betreuung ist höchstes Niveau.»

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien