Patrick Werkstetter: Das Knie hält, einem WM-Comeback steht nichts im Wege
Statt Erfolgsmeldungen gab es von Patrick Werkstetter lange nur Verletzungsupdates zu vermelden. Jetzt gibt es endlich positive News von Deutschlands Seitenwagen-Youngster, das Comeback steht bevor.
Mit dem mehrfachen Internationalen Deutschen Meister Josef Sattler als seinen Teamchef und Mentor entwickelte sich Patrick Werkstetter in kürzester Zeit zu Deutschlands heißester Aktie im Seitenwagenrennsport. Im Vorjahr lieferte sich der junge Bayer beim Saisonfinale in Oschersleben harte Rad-an-Rad-Duelle mit dem fünffachen Weltmeister Pekka Päivärinta. Im ersten Lauf hatte sogar der spätere Weltmeister Sam Christie das Nachsehen.
Einem erfolgreichen Rennsportjahr 2026 schien also nichts im Wege zu stehen. Doch dann kam im Jänner der verhängnisvolle Schiausflug, der mit einem Kreuzbandriss und einer Operation endete. Werkstetter ließ nichts unversucht, um schnell wieder auf die Beine zu kommen, wollte er doch so schnell wie möglich in den Rennzirkus zurückkehren. Bei seiner Arbeit als Maurer hielt das Knie der Belastung allerdings nicht Stand, ein zweiter chirurgischer Eingriff war damit unumgänglich.
Der zweite Kreuzbandriss und die folgende langwierige Rehabilitation kostete viel Zeit, die Hälfte der zwölf WM-Läufe sind bereits gefahren. Seine Hoffnung, die Weltmeisterschaft wie letztes Jahr in den Top-6 oder sogar besser zu beenden, ist längst nicht mehr realisierbar. Nach der schweren Verletzung - auf Anraten seiner behandelnden Ärzte musste er sogar den Beruf wechseln - geht es jetzt darum, so schnell wie möglich an seine alte Form anzuknüpfen.
«Um es Patrick im Seitenwagen etwas angenehmer zu machen, haben wir die lange Pause dazu genützt, um das Chassis um einige Zentimeter zu verlängern. Bei der ARS ist das ja ohne große Probleme machbar. Wir mussten nicht einmal die Verkleidung anpassen», verriet der findige Teamchef aus dem bayrischen Triftern im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Jetzt hat er mehr Platz und die geänderte Position ist besser für sein Knie.»
Um das geschundene Knie vor einem Comeback einer Belastungsprobe zu unterziehen, wurde eilig ein dreitägiger Test auf dem Pannonia-Ring, wo es von den Weltmeisterschaftsläufen des letzten Jahres Vergleichswerte gibt, eingeschoben. Selbst sein Beifahrer Valentin Pirat wurde dafür extra aus Frankreich eingeflogen. Schon nach wenigen Runden war klar, das Knie hält und die Rundenzeiten können sich nach der langen Pause sehen lassen.
Vor dem WM-Comeback im italienischen Cremona (7. bis 9. August) werden Werkstetter und Pirat im Rahmen des Rupert-Hollaus-Rennen in der Internationalen Sidecar Trophy Anfang August auf dem Red Bull Ring noch einen letzten Funktionstest absolvieren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann man bei Sattler Motorsport einschätzen, ob das deutsch-französische Duo bereits in der Lage ist, wieder im Konzert der schnellen Teams mitzumischen.
Pl.
Team
Maschine
Pkte.
1.
Harry Payne/Kevin Rousseau (GB/F)
ARS Yamaha
127,5
2.
Pekka Päivärinta/Adam Christie (FIN/GB)
ARS Yamaha
116
3.
Sam Christie/Tom Christie (GB)
LCR Yamaha
92
4.
Markus Schlosser /Lucas Krieg (CH/D)
LCR Yamaha
62,5
5.
Todd Ellis/Emmanuelle Clément (GB/F)
LCR Yamaha
58
6.
Tim Reeves/Melanie Farnier (GB/F)
ARS Yamaha
37
7.
Markus Venus/Thomas Hofer (D/CH)
LCR Yamaha
35,5
8.
Bennie Streuer/Manon Vissenberg (NL)
ARS Yamaha
35
9.
Corey Turner/Danyon Turner (AUS)
ARS Yamaha
34,5
10.
Ted Peugeot/Vincent Peugeot (F)
LCR Yamaha
32
11.
PaulLeglise/Marjorie Cescutti (F)
LCR Yamaha
28,5
12.
Paul Kirby/Ema Salmon (GB/F)
ARS Yamaha
23
13.
Manuel Moreau/Alice Roba (F/B)
ARS Yamaha
22
14.
Kevin Cable/Yann Druet (GB/F)
LCR Yamaha
14
15.
Claude Vinet/Leane Marsal (F)
LCR Yamaha
13
16.
Cyril Vinet/Gerald Vinet (F)
ARS Yamaha
10
17.
Wiggert Kranenburg/Loris Charteau (NL/F)
LCR Yamaha
9
18.
Raymond Leijdekkers/Océane Bataille (F)
LCR Yamaha
7,5
19.
Pierre Leguen/Leopold Rouby (F)
LCR Yamaha
5,5
20.
Lewis Nicol/Clement Conil (GB/F)
LCR Yamaha
5
21.
Michael Brillault/Fabrice Deturche (F)
ARS Yamaha
2,5
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