Kimi Antonelli klar schneller als George Russell: Das sagt der WM-Leader
Kimi Antonelli blieb im Belgien-Qualifying deutlich schneller als sein Mercedes-Teamkollege George Russell. Hat der Italiener eine Erklärung dafür? Und fühlt er sich im Auto wohler als der Brite?
Kimi Antonelli hat das ganze Rennwochenende in Belgien eine starke Form an den Tag gelegt. Der WM-Leader aus dem Mercedes-Team Musste sich im ersten Training zwar noch mit dem sechsten Platz auf der Zeitenliste begnügen. Dennoch war er schneller als sein Teamkollege George Russell unterwegs, der knapp dreienhalb Zehntel langsamer blieb und auf Platz 8 landete.
Im zweiten und dritten Training war Antonelli dann jeweils der Schnellste, während Russell mit den Plätzen 8 und 4 Vorlieb nehmen musste. Der Brite war auch im Qualifying deutlich langsamer als sein junger Stallgefährte: Kimi Antonelli sicherte sich auf der 7,004 km langen Bahn die Pole mit seiner Bestzeit von 1:44,361 min. George Russell belegte erneut die vierte Position, diesmal fehlte ihm eine knappe halbe Sekunde auf die Bestmarke des Teenagers.
Antonelli konnte sich am Ende deutlich verbessern, sein zweiter Q3-Versuch fiel eine halbe Sekunde schneller aus als der Erste, der im Bereich von Russells letzter Rundenzeit lag. Die Frage, wo er diese Zeit gefunden habe, beantwortete der Lockenkopf nach der Zeitenjagd folgendermassen: «In jeder Kurve. Ich war einfach etwas flotter unterwegs und habe den Speed mitgenommen. Es war nicht einfach, denn ich kämpfte mit dem Superclipping, das immer stärker wurde.»
Und wie schaffte er es, so viel schneller als Russell zu sein? Speziell in der Pouhon-Passage fand Antonelli deutlich mehr Zeit, wie der Blick in die Daten verriet. «Ich habe mich im Auto schon das das ganze bisherige Jahr sehr wohl gefühlt», sagte der Rennfahrer aus Bologna, als er darauf angesprochen wurde. «Deshalb hatte ich in den langsameren und mittelschnellen Ecken auch viel Vertrauen ins Auto. Die Highspeed-Kurven waren keine so grosse Herausforderung im Qualifying, vielmehr ging es im Abschnitt nach Pouhon um die Wurst, in der Schikane, und auch in den Kurven 5 und 6. Ich fühlte mich also gut im Auto, und es ist schön, dass das Vertrauen mit jeder Fahrt steigt.»
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