Mercedes-Pilot George Russell (Motorschaden): «Ist fast zum Lachen»
George Russell fiel im F1-GP von Bahrain in Malaysia mit einem Motorschaden an Platz 3 liegend aus. Was bedeutet das für seine Chancen auf den WM-Titel 2026? Der Brite war extrem niedergeschlagen.
Was für ein bitteres Renn-Ende für George Russell – und ist das Aus in Malaysia auch das Ende seines WM-Traums? Der Brite fiel beim Neustart im Bahrain-GP in Malaysia spät mit einem Motorschaden aus. Er musste rechts ranfahren, ging entsprechend leer aus. Er lag zu diesem Zeitpunkt an Rang 3.
Nach dem Ausfall fehlten Russell ein wenig die Worte. Am Funk brummelte er nur unverständlich vor sich hin. Die Enttäuschung ist ihm anzumerken – und nachvollziehbar. Mit dem Aus sind seine letzten Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft zwar nicht mathematisch, aber wohl realistisch gesehen zunichte gemacht worden.
«Mehr als enttäuschend»
Auch nach dem Rennen, als Russell per Roller von einem Streckenposten ins Fahrerlager gebracht worden war, hatte er noch nicht so richtig die Sprache wiedergefunden. «Es ist ja fast zum Lachen», sagte Russell bitter und lachte dabei überhaupt nicht. «Es ist mehr als enttäuschend. Es ist mehrmals in dieser Saison schon passiert.» Schon in Kanada fiel Russell mit Motorschaden aus, in Barcelona sein Teamkollege Kimi Antonelli.
Und die zu Saisonbeginn fast sicher geglaubte WM? Ist die dahin? Schon in Madrid im September hatte er die WM quasi abgeschrieben – außer er würde künftig extrem Glück haben. Er hatte aber leider Pech.
WM? Unglaublich unwahrscheinlich
Russell: «Ich muss nicht extra sagen, dass ich glaube, es sei vorbei oder so, aber natürlich ist das unglaublich unwahrscheinlich. Es ist einfach die Realität, die mir bewusst war. Wenn ich zurückkommen wollte, brauchte ich das Glück auf meiner Seite. Leider war das Glück nicht auf meiner Seite.»
Dann rechnet Russell vor: «Es wären heute drei Punkte Rückstand gewesen und es wurde zu 18 Punkten Rückstand.» Platz 2 gibt 18 Punkte, Platz 3 15. Antonelli war zum Zeitpunkt des Russell-Aus Zweiter und kam auch so ins Ziel. Russell: «Und natürlich wäre es, wenn das Problem auf der anderen Seite gelegen hätte, ein Vorsprung von 18 Punkten gewesen. Es ist wirklich schade, aber so ist es nun einmal.» So beträgt der Rückstand in der WM jetzt 84 Punkte. Bei noch sieben zu fahrenden Rennen und einem Sprint. 183 Punkte sind also noch offen.
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