Doppelsieger Pecco Bagnaia stürzte ab: «Das ganze Wochenende wie unmöglich»
Vor einem Jahr gewann Francesco Bagnaia in Motegi beide MotoGP-Rennen. In diesem Jahr wurde er im Grand Prix Achter, 20 sec hinter Ducati-Teamkollege Marc Marquez – er steht vor einem Rätsel.
Am Samstag hatte Pecco Bagnaia den Sprint in der letzten Runde
Der Start gelang gut: Schon in der ersten Runde schob sich Bagnaia von Platz 13 auf Rang 9 nach vorn. Wie alle Fahrer war er auf Empfehlung von Michelin mit dem harten Hinterreifen unterwegs. Danach kam er im Mittelfeld aber nicht mehr entscheidend voran und überquerte die Ziellinie als Achter, rund 20 sec hinter
Vom harten Reifen war Bagnaia angetan: «Es war eine positive Überraschung, denn zumindest konnte ich etwas mehr machen», sagte er und fügte selbstkritisch an: «Es war ein Fehler von uns Fahrern, ihn nicht vorher auszuprobieren.» Michelin habe den harten Reifen im Vorfeld als Backup bezeichnet, «also versucht man, keine Backup-Reifen zu verwenden.» Das erste Mal fuhr Bagnaia im um 10 min verlängerten Warm-up den harten Hinterreifen. «Wir hatten in der Vergangenheit eine ähnliche Situation, in der der harte Reifen die beste Wahl war.»
2025 gewann Bagnaia den Japan-GP
Das Hauptproblem bleibt der fehlende Grip am Hinterrad. «Ich kann nicht das machen, was die Schnellsten machen», erklärte der zweifache Weltmeister, der weiter in einer sportlichen Krise steckt. Besonders bitter: «Hier war ich letztes Jahr super stark, also hatte ich eine klare Vorstellung davon, was ich leisten kann. Und das ganze Wochenende war es wie unmöglich.» Seinem Team machte er keinen Vorwurf, mehr sei nicht möglich gewesen.
Zum 100. Ducati-Sieg seit dem Einstieg von Gigi Dall’Igna im November 2013 gratulierte Bagnaia: «Jeder kennt Gigi, er hat einen unglaublichen Job gemacht.» Den Titelkampf zwischen Marquez und Jorge Martin nannte er «fantastisch». In Indonesien werde es für Ducati schwierig, Australien liege Marquez, Malaysia eher Martin, Valencia wieder Marquez. Die Prognose von Bagnaia: Der Titel werde erst in Valencia entschieden. Er selbst ist dank des Ausfalls von Alex Marquez mit 164 Punkten wieder WM-Achter.
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