Nico Hülkenberg (Audi): «Entwickelte sich anders als erwartet»
Wie auch McLaren tappte die Audi-Mannschaft in Montreal in die Regenfalle. Audi-F1-Pilot Nico Hülkenberg erklärt, wie sich die falsche Strategiewahl auf seinen Kanada-GP auswirkte.
Audi wartet weiterhin auf den dritten Punkt der Saison. In Montreal beim Kanada-GP blieben beide Autos des deutschen Motorenherstellers außerhalb der Top-10 und somit außerhalb der Punkteränge. Eine rückblickend zu wagemutige Reifenstrategie brachte Nico Hülkenberg (am Ende 12.) und Gabriel Bortoleto (13.) ins Hintertreffen. Immerhin konnte «Hülki» diesmal ein richtiges Rennen fahren. Drei Wochen zuvor in Miami war er im Sprint auf dem Weg in die Startaufstellung und im GP früh im Rennen ausgefallen.
Auf Regen gezockt – Trockenrennen bekommen
Eine Herausforderung gleich zu Beginn des Rennens: Wie auch die beiden McLaren-Piloten und insgesamt sieben Fahrer im Grid war Hülkenberg auf Intermediate-Reifen ins Rennen gegangen, hatte auf einen verregneten Start gezockt. Doch pünktlich mit Beginn des Rennens ließ der Nieselregen nach. Dazu kam noch, dass wegen eines technischen Problems am Racing Bulls-Boliden von Arvid Lindblad zwei zusätzliche Einführungsrunden, also drei insgesamt, gefahren wurden. Der tatsächliche Rennstart verzögerte sich also um ein paar Minuten. Das spielte den Fahrern in die Karten, die auf Slicks, also Trockenreifen, an den Start gegangen waren – und spielte leider gegen Nico Hülkenberg und seine Audi-Mannschaft. Schon in der zweiten Runde musste «Hülki» entsprechend zum Reifenwechsel, holte sich weiche Reifen ab. In Runde 20 wechselte er auf Mediums, mit denen er bis zum Ende des Rennens durchhielt.
Hülkenberg: «Schwieriges Rennen»
Hülkenberg sagte nach dem Rennen zur Strategieentscheidung, die sich im Nachhinein als falsch herausstellte: «Es war ein schwieriges Rennen für uns. Rückblickend haben sich die Bedingungen zu Beginn anders entwickelt als erwartet: Mit dem, was wir damals wussten, war es ein Risiko, das es wert war, eingegangen zu werden, aber letztendlich verlief die Anfangsphase nicht wirklich zu unseren Gunsten, und das brachte uns ziemlich früh ins Hintertreffen.»
Der Deutsche weiter: «Auch danach hatten wir nicht ganz das Tempo, um uns so zu steigern, wie wir es uns gewünscht hätten. Andere um uns herum konnten schneller nach vorne kommen, daher gibt es auch hier definitiv Dinge, die wir verstehen und verbessern müssen.» Es wartet also noch jede Menge Arbeit auf Hülkenberg und seine Audi-Mannschaft bis zum nächsten Rennen in knapp zwei Wochen in Monaco, also Hülkenbergs Wahlheimat.
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