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Kevin Cogan: In der Formel 1 fast vergessen, im IndyCar-Sport verachtet
Der US-Amerikaner Kevin Cogan feiert an diesem 31. März 2026 seinen 70. Geburtstag. In der Formel 1 gilt er als fast vergessen, im IndyCar-Sport war er jahrelang Buhmann und Lachnummer.
Formel 1
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Die Formel 1 im Jahre 2026: Wieder kein US-amerikanischer Pilot am Start. Der junge Jak Crawford ist Aston Martin-Zögling und darf Freitagtrainings fahren (wie zuletzt in Japan), Colton Herta zeigt Mut und versucht, sich in der Formel 2 fit zu machen für den GP-Sport, hoffentlich mit Einsätzen für Cadillac 2027 oder 2028.
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Aber der letzte Stammpilot aus den USA? Das war Logan Seargeant bei Williams 2024. Er war überfordert und musste seinen Platz räumen für Franco Colapinto. Vor Seargeant müssen wir bis 2015 zurückgehen, da fuhr Alexander Rossi bei Marussia. Der letzte GP-Sieger aus den USA: Mario Andretti in Zandvoort 1978. Der letzte Formel-1-Champion aus den USA: Andretti, im gleichen Jahr. An diesem 31. März 2026 feiert ein US-amerikanischer Fahrer seinen 70. Geburtstag, der in der Königsklasse so gut wie vergessen ist: der Kalifornier Kevin Cogan.
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Mutiger Schritt nach Europa Cogan kam als Teenager zum Kartsport, inspiriert von der IndyCar-Legende Parnelli Jones, einem Freund der Familie. Der junge Kevin gewann zahlreiche Kart-Trophäen, 1979 verlor er den Formel-Atlantik-Titel nur knapp gegen Tom Gloy. Die meisten Piloten hätten ihre Antennen nun auf die IndyCar-Serie ausgerichtet, aber der Kalifornier Cogan zog stattdessen nach England.
In der britischen Aurora-Serie (mit ausrangierten GP-Rennwagen) bestritt er sechs Rennen mit Wolf-Autos von Theodore Racing, Rang 2 in Brands Hatch hinter dem späteren Meister Emilio de Villota war das Highlight. Cogan wurde Meisterschafts-Zehnter.
Der Schritt in die Formel-1-WM misslang: Mit dem Jeans-Hersteller Rainbow als Geldgeber heuerte er bei RAM an, konnte sich aber in Kanada nicht fürs Rennen qualifizieren. Ein Jahr später schaffte er das auch mit einem Tyrrell nicht, dieses Mal in Long Beach. Damit war eine GP-Karriere im Keim erstickt, in der elitären Formel 1 galt Cogan als ungenügend.
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Kevin richtete sich neu aus. Im Rennstall von Jerry O’Connell machte er mit Rang 4 beim Indy-500-Debüt auf sich aufmerksam, kurz darauf wurde er in Milwaukee grandioser Zweiter hinter Mike Mosley. A.J. Foyt: «Cogan ist ein unerfahrener Dummkopf» Aus heiterem Himmel erhielt er vom erfolgreichen Teamchef Roger Penske für die Saison 1982 ein Auto. Er bedankte sich mit Rang 3 im ersten Rennen in Phoenix. Beim Indy 500 platzierte er sein Auto in die erste Startreihe, aber dann folgte jene Szene, für die Cogan bis heute berüchtigt ist und für die er im IndyCar-Sport verachtet wurde. Während der Aufwärmrunde zum Rennklassiker verlor er die Kontrolle über sein Auto, er schaffte es, in die zwei Rennlegenden Mario Andretti und A.J. Foyt zu krachen. Cogan erklärte damals: "Als ich Gas gab, bog der Wagen schlagartig nach rechts ab, ich konnte nichts machen." Der Texaner Foyt bezeichnete Cogan daraufhin als unerfahrenen Dummkopf.
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Im späteren Verlauf der CART-Saison konnte Cogan in Cleveland und Riverside die Pole-Position erringen, in Pocono wurde er Zweiter hinter seinem Stallgefährten Rick Mears. Es war abzusehen: Der Meisterschafts-Sechste erhielt keinen neuen Vertrag von Roger Penske. Rang 5 im Bignotti/Cotter-March war 1983 das Höchste der Gefühle, 1984 kam ein katastrophaler Einsatz mit Ligier, mehr dazu gleich, ein Unfall in Pocono beendete die Saison mit gravierenden Fersenverletzungen. Erst 1986 sass Kevin Cogan bei Pat Patrick wieder in einem Siegerauto. Er gewann sensationell den Saisonauftakt in Phonix, in Indy wurde er Zweiter, ebenso in Pocono, das ergab erneut Rang 6 in der Meisterschaft. Besser sollte es nie wieder laufen. Kevin Cogan bestritt bis 1993 IndyCar-Rennen, aber an frühere Erfolge konnte er nicht anknüpfen. Sein letztes Rennen war der IndyCar-Lauf von Toronto 1993, dann kümmerte sich Cogan fortan um seine Immobilien-Firma in Los Angeles.
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Einladungen zu Feierlichkeiten in Indy hat er immer angelehnt, wie zur 100-Jahr-Feier in Indianapolis 2009 oder zum 100. Indy 500 im Jahre 2011. Ligier im IndyCar-Sport – ein Fiasko Der eine oder andere Leser wird sagen: Moment Mal, der französische Ligier-Rennstall im IndyCar-Sport? Quoi? Cogans Ligier LC02 von Long Beach 1984 war ein unfassbares Fiasko. Das Modell (LC stand für Ligier und den Musikproduzenten Mike Curb als Financier) war nichts Anderes als ein umgebauter Formel-1-Ligier JS21 der Saison 1983, mit dem die Franzosen in der WM keinen einzigen Punkt geholt hatten. Das Auto sah zusammengeschustert aus wie mit verschiedenfarbigen Lego-Steinen. Der Wagen war zu schwer, zu langsam, überdies fielen Teile ab. Die Franzosen traten in Kalifornien so hochmütig auf, als hätten sie den Rennsport erfunden, was die Sympathie im Fahrerlager nicht eben erhöhte. Cogan erreichte im Training den 21. Startplatz und schied im Rennen als erster Fahrer aus, nach vier Runden sagte eine Antriebswelle "adieu".
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In Phoenix sass im Ligier dann Mike Chandler (Sohn von Otis Chandler, dem früheren Herausgeber der Los Angeles Times), mit ähnlich überschaubarem Erfolg. Kevin Cogan distanzierte sich komplett vom Motorsport und gab 2015 letztmals ein Interview. Dabei gestand er, dass er von Nachwirkungen seiner Verletzungen an Fuss, Schulter und Vorderarm geplagt wird.
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