Toto Wolff über Comeback Christian Horner: «Sehr viel Glas zerschlagen»
Jahrelang haben sich die Teamchefs Toto Wolff (Mercedes) und Christian Horner (Red Bull Racing) Saures gegeben. Der Wiener glaubt nicht, dass wir den Engländer so bald wiedersehen werden.
Nach 20 Jahren als Red Bull Racing-Steuermann war Schluss: Im Juli 2025 teilte Red Bull mit, dass Christian Horner von seinen Aufgaben entbunden ist und als Teamchef von Red Bull Racing ersetzt wird durch den Franzosen Laurent Mekies.
Schon vor der Trennung wurde gemutmasst, Ferrari könnte die Angel auswerfen nach Horner. Danach wurde der Brite zu Aston Martin geschrieben und zu Alpine. Selbst mit Audi wird Horner in Verbindung gebracht.
Die Rivalität zwischen Horner und Mercedes-Teamchef Toto Wolff war fester Bestandteil der Seifenoper Formel 1, nicht zuletzt dank der Netflix-Serie «Drive to Survive».
Wolff ist nicht der Ansicht, dass wir Horner so bald in der Formel 1 wiedersehen werden, wie er unserem Kollegen Phil Duncan von der Associated Press verraten hat. Der Wiener sagt: «Er hat ziemlich viel Glas zerschlagen, und diese Dinge haben Auswirkungen in unserem Mikrokosmos. Wenn du gewisse Dinge sagst ... aber genau das hat er sein ganzes Leben lang getan, und genau das ist es, was er am besten kann.»
«Ich bin zwiegespalten, was Horners Rückkehr in die Formel 1 betrifft. Dem Sport fehlt es an Persönlichkeiten. Und seine Persönlichkeit war eindeutig sehr kontrovers – und das ist gut für den Sport.»
Wolff: «Das Gute, das Schlechte, das Hässlich»
Wolff weiter: «Ich habe zu mal zu Ferrari-Teamchef Fred Vasseur gesagt, dass es 'das Gute, das Schlechte und das Hässliche' braucht. Und jetzt ist nur noch das Gute und das Hässliche übrig. Das Schlechte ist weg.»
«Aber selbst wenn ich zwischendurch die grösste Wut auf ihn hatte, muss man sich vor Augen halten: Selbst der schlimmste Feind hat einen besten Freund, also muss da auch etwas Gutes in ihm stecken."
«Wenn es nicht diese jahrelange Konkurrenz zwischen uns gegeben hätte und wenn mehr Wasser den Fluss hinuntergeflossen wäre, bin ich sicher, ich hätte mit ihm bei einem Abendessen zusammensitzen und über all das lachen können. Doch in all den Jahren war das einfach zu intensiv, zu heftig, und es geschahen Dinge, die ich bis heute nicht verstehen kann, warum er sie getan hat.»
«Ich weiß nicht, ob er einen Weg zurückfindet und in welcher Funktion. Ich wünsche ihm sicherlich nichts Schlechtes. Und wir müssen uns gegenseitig Anerkennung zollen. Es gibt nicht viele Teamchefs, die das erreicht haben, was er erreicht hat."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach