Sogar der Zweifachsieger grübelt: Wo kam die Überlegenheit von ZX Moto her?
Der neue chinesische Motorradhersteller ZX Moto mischt 2026 erstmals in der Supersport-WM mit und kassierte in Portimao/Portugal dank Valentin Debise zwei Siege. Der Franzose über seine Leistung.
Der erste Sieg von ZX Moto in der Supersport-WM im dritten Saisonrennen am Samstag in Portimao darf als Sensation bezeichnet werden, denn die chinesische Marke existiert erst seit 2024 und wurde vom früheren Kove-Chef Zhang Xue gegründet. Dass dies keine Eintagsfliege war, verdeutlichte Valentin Debise mit Sieg Nummer 2 am Sonntag, erneut in überragender Manier eingefahren!
Valentin Debise: «Fehler verursachte keinen Riesenstress»
«Wegen des starken Winds war Wegfahren schwierig», erzählte Debise SPEEDWEEK.com. «Aber ich fühlte mich gut an der Spitze und konnte meine Runden abspulen. Drei Runden vor Schluss unterlief mir ein kleiner Fehler und plötzlich waren zwei an mir vorbei. Das war keine große Überraschung, ich konnte sie zwei Runden vor Schluss dann in die erste Kurve hinein wieder ausbremsen. Ich glaube, sie hatten zu viel Druck gemacht, um an mir dranzubleiben, und dabei ihre Reifen überfordert. Denn in den letzten zwei Runden konnte ich mich umgehend etwas absetzen. Das zeigt, dass ich meine Reifen mit der Abstimmung und meinem Fahrstil besser geschont habe. Der Fehler verursachte bei mir also keinen Riesenstress.»
Mit den 50 Punkten aus Portugal hat sich der Franzose auf den dritten Platz der Gesamtwertung katapultiert, bei den Konstrukteuren liegt ZX Moto ebenfalls auf Platz 3 – hinter Ducati und Yamaha, aber vor Triumph, Kawasaki, Honda und MV Agusta.
Erstaunlich: An der Balance-Regel hat sich seit dem Saisonstart in Australien nichts geändert, damals hatte Teamchef Fabio Evangelista von einem Ungleichgewicht gesprochen. Das brachte auch Routinier Debise zum Grübeln: «In Australien war das Bike sehr langsam, in Portimao war es etwas besser. Ich weiß nicht, warum das so war, eventuell hängt es mit den äußeren Bedingungen zusammen – wir kennen das Bike noch nicht sehr gut. Es war schon immer so, dass manche Bikes am Meer oder in der Höhe besser funktionieren. In Portimao war die Balance fair, in Australien sehr unfair. Vielleicht hat aber auch das Team die Einspritzung besser hinbekommen.»
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