Nur die Yamahas waren noch langsamer: Morbidellis Formtief setzt sich fort
Franco Morbidelli erlebt in Austin ein weiteres schwaches MotoGP-Wochenende. Der VR46-Pilot bleibt weit hinter den Erwartungen zurück – und das im entscheidenden Moment der Vertragsverhandlungen.
Das MotoGP-Rennen in Austin (USA) brachte für VR46-Ducati-Pilot Franco Morbidelli nicht die erhoffte Wende. Nach dem bereits enttäuschenden Auftritt in Goiania (Brasilien) setzte sich die Negativserie fort – und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Morbidelli kam im Grand Prix nicht über Rang 14 hinaus und war damit mit großem Abstand der schwächste Ducati-Pilot im Feld. Ohne die Ausfälle hätte er es aus eigener Kraft nicht in die Punkteränge geschafft. Lediglich die vier unterlegenen Yamaha-Piloten lagen hinter ihm. Nach 20 Rennrunden hatte der Italiener satte 24,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze.
Bereits im Qualifying hatte sich das schwierige Wochenende angedeutet: Mit Platz 21 landete Morbidelli auf dem vorletzten Startplatz. Auch im Rennen gelang keine entscheidende Trendwende, wenngleich der VR46-Pilot zumindest kleine Fortschritte erkannte.
Morbidelli sucht nach positiven Aspekten
«Es war ein hartes Wochenende. Wir hatten jeden Tag zu kämpfen, wenn auch von Tag zu Tag etwas weniger», erklärte Morbidelli. «Im Rennen konnten wir immerhin zwei Punkte holen. Das ist nicht das, was wir wollen, aber es war wichtig, ins Ziel zu kommen, um Daten zu sammeln.»
Morbidelli fehlte in Austin das Vertrauen für seine Ducati: «Das Gefühl für das Bike war dieses Wochenende nicht gut, uns fehlte der Grip am Hinterrad.» Dennoch versuchte der Italiener, dem Wochenende etwas Positives abzugewinnen: «Wir sind von weiter hinten gestartet und haben uns im Verlauf der Tage gesteigert. Das ist ein positiver Aspekt.»
Angesichts der anhaltenden Formkrise wachsen jedoch auch die Zweifel an Morbidellis Zukunft in der MotoGP. Innerhalb des VR46-Teams könnte er seinen Platz voraussichtlich verlieren, sollte sich die Leistung nicht bald stabilisieren. Mit Fermin Aldeguer steht bereits ein Fahrer fest. Offen ist, wer den zweiten Platz in Valentino Rossis Team bekommt.
Während Morbidelli mit Schwierigkeiten kämpfte, zeigte Teamkollege Fabio Di Giannantonio eindrucksvoll sein Potenzial: Pole-Position am Samstag und Rang 4 im Rennen machten ihn zum besten Ducati-Piloten im Grand Prix.
Di Giannantonio momentan deutlich stärker als sein VR46-Teamkollege
Teammanager Pablo Nieto zog ein gemischtes Fazit: «Insgesamt war Austin ein gutes Wochenende für Diggia, damit können wir zufrieden sein. Wir haben gesehen, dass wir um den Sieg kämpfen können, auch wenn das Podium am Ende verpasst wurde.» Gleichzeitig verwies er auf die Fortschritte der Konkurrenz: «Unsere Rivalen haben einen großen Schritt gemacht, aber wir sind sehr nah dran.»
Für Morbidelli fand Nieto trotz der Schwierigkeiten aufmunternde Worte: «Franco hatte an diesem Wochenende in den USA große Probleme, aber er hat sich im Rennen deutlich gesteigert. Wenn er so weitermacht, werden wir ihn wieder in den Top-Positionen sehen.»
Die kommenden Wochen ohne Rennbetrieb könnten für Morbidelli nun entscheidend werden. «Jetzt haben wir ein paar Wochen Pause. Wir werden weiter trainieren und mit dem Team arbeiten, um stärker zurückzukommen», kündigte der 31-Jährige an. Ob diese Trendwende gelingt, bleibt jedoch abzuwarten.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





