Kimi Antonelli nach Platz 2 im Sprint-Qualifying: «Wie Tag und Nacht»
Das Sprint-Qualifying begann für Formel-1-WM-Leader Kimi Antonelli verhalten, am Ende verpasste das Mercedes-Wunderkind die Sprint-Pole aber nur knapp. Danach lobte er die Konkurrenz aus Maranello.
Damit hatte Kimi Antonelli nicht gerechnet: Der Mercedes-Nachwuchsstar, der im ersten und einzigen freien Training auf dem Silverstone Circuit noch souverän die zweitschnellste Runde gedreht hatte, tat sich im darauffolgenden Sprint-Qualifying zunächst schwer, auf Touren zu kommen. Der 19-Jährige aus Bologna musste sich mit der siebtschnellsten Runde begnügen, danach verschwand er in der Box, wo sein Team im Rahmen des Erlaubten Hand anlegte und ein paar Anpassungen vornahm.
Mit Erfolg: Im zweiten Teil der Zeitenjagd war der flotte Italiener deutlich besser unterwegs, an die SQ2-Bestzeit von seinem Mercedes-Vorgänger Lewis Hamilton kam er aber nicht heran, letztlich fehlten ihm 99 Tausendstel. Den Rückstand auf den Ferrari-Star, der den Ton angab, verringerte sich im letzten und entscheidenden Abschnitt des Sprint-Qualifyings weiter. Am Ende trennten den Lockenkopf nur 11 Tausendstel von der Sprint-Pole-Zeit des siebenfachen Weltmeisters.
Antonelli seufzte nach getaner Arbeit: «Es war so eng, eine Schande!» Und der WM-Leader schilderte: «Im ersten Quali-Abschnitt fühlte sich das Auto nicht so gut an, danach haben wir einige Anpassungen bei der Balance vorgenommen und es war wie Tag und Nacht, als ich im SQ2 ausrückte. Im letzten Abschnitt war nicht mehr so viel Luft nach oben und ich schaffte auch eine vernünftige Runde, mit der ich sehr nah an die Zeit von Lewis herangekommen bin.»
«Er war aber das Mass aller Dinge – Gratulation an ihn und sein Team. Wir werden schauen, was morgen im Sprint möglich ist», ergänzte der Sternfahrer, der mit Blick auf die Leistung von Mercedes lobte: «Ferrari hat einen unglaublichen Fortschritt erzielt. Es wird sicherlich ein schwieriges Rennen. Lewis ist auch in Top-Form und es ist gut so, denn wir lieben die Herausforderung. Wir werden alles geben und versuchen, das Beste herauszuholen.»
Auf die Frage, ob der Sieg im vierten Sprint des Jahres möglich sei, erklärte Antonelli schliesslich selbstbewusst: «Natürlich ist das möglich, wir werden alles geben und versuchen, als Erste ins Ziel zu kommen. Wie gesagt, ich erwarte nicht, dass es einfach ist. Aber im Rennen ist noch alles möglich und wir werden versuchen, jede Chance zu nutzen und unser Potenzial auszuschöpfen.»
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