Ferrari-Teamchef Vasseur bremst Hamilton-Hoffnungen: «Nicht magisch vorne»
Wie viel bedeutet Lewis Hamiltons FP1-Topzeit in Silverstone wirklich? Ist der Heimsieg des Briten im Ferrari möglich? Scuderia-Teamchef Fred Vasseur bremst die Erwartungen, weist auf ein Defizit hin.
Das Silverstone-Wochenende startete im ersten und einzigen freien Training am Freitagmittag mit Platz 1 für Lewis Hamilton und Platz 3 für Charles Leclerc richtig gut für Ferrari. Ist Hamilton nur wenige Wochen nach seinem Sieg in Barcelona etwa auch in Silverstone auf dem Weg zum großen Triumph, diesmal bei seinem Heimrennen? Er fuhr mit 1:29,260 min die schnellste Zeit am Freitagmittag, landete gut sechs Zehntelsekunden vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur bremste aber nach der Session die Erwartungen: «Lasst uns nach dem Qualifying sehen, wenn alle gleich viel im Tank haben und alles aus den Motoren rausholen.» Heißt: Vasseur traut dem Frieden auf der Zeitenliste noch nicht. Die Konkurrenz könnte sich zurückgehalten haben.
Defizit am Motor bleibt Problem
Außerdem merkt der französische Ingenieur an: «Wir hatten letztes Rennen ein Defizit am Motor und wir haben jetzt den gleichen Motor. Ich erwarte nicht, dass wir magisch vorne sind.»
Zum Grand Prix auf dem Red Bull Ring in Spielberg vor einer Woche – nach dem Barcelona-Sieg enttäuschend für Ferrari mit Platz 5 und 8 – sagt Vasseur abschließend: «Es war überhaupt kein gutes Rennen für uns. Das Qualifying war anständig von der Performance her, auch wenn Kimi (Antonelli, Anm.) vor uns gelandet wäre. Aber der Rest hat überhaupt nicht funktioniert. Wir arbeiten daran und versuchen, nicht die gleichen Fehler zu machen. Aber das Feld ist eng, wir sind in der ersten Phase der Entwicklung der Autos. Wir müssen, wie alle anderen auch, die Reifen verstehen.»
Ergebnisse schwanken derzeit sehr
Was hat gelernt Vasseur aus Österreich gelernt? Der Franzose kokettiert: «Das werde ich für mich behalten.» Er stellt lediglich fest: «Bei allen ist es ein bisschen mehr im Auf und Ab als im letzten Jahr, als wir die gleichen Autos und die gleichen Reifen hatten. Wir machen immer noch Fehler in der Abstimmung oder im Reifenmanagement. Das war letztes Jahr weniger so. Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum sich die Ergebnisse so sehr von einem Rennen zum nächsten verändern.»
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