Rallye-EM: Claire Schönborn startet bei Rallye-Rom-Capitale
Tiber, Tempo, Traditionen - Claire Schönborn nimmt am ersten Juli-Wochenende nimmt erstmals bei der Rallye Rome Capitale teil.
Der dritten Lauf der Rallye-Europameisterschaft (ERC) gilt als eine Art Generalprobe in Hinblick auf die Ausrichtung des italienischen Lauf der Rallye-WM in 2027.
Der Event dürfte sich als eine Hitzeschlacht bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius erweisen. einstellen. Das Reifenmanagement bei der Asphalt-Veranstaltung wird deshalb zentral im Mittelpunkt stehen.
Claire Schönborn startet zusammen ihrem Beifahrer Michael Wenzel auf einem Opel Corsa Rally4. Bei der Royal Rally of Scandinavia in Schweden war das Duo im Mai erfolgreich mit einer Top Ten-Platzierung in die Junior-EM gestartet. Die Rallye Rom bedeutet für das Duo jetzt absolutes Neuland.
Die früher Bergsport-Spitzenfahrerin beschreibt den nächsten Einsatz: «Ich freue mich extrem auf die Rallye Rom! Die zu erwartende Hitzeschlacht macht es aber alles andere als einfach – nicht nur für den Menschen, sondern auch für das Material. Mit 42 Rally4-Autos ist die Konkurrenz riesig. Wir erwarten zudem eine große Bandbreite an Streckenführungen: mit engen, technischen Passagen, aber auch mit mittelschnellen und schnellen Abschnitten».
«Gerade, wo es eng wird, muss der Aufschrieb zu 100 Prozent sitzen - Fehler sollte man sich dort keine erlauben. Ich freue mich auf diese Herausforderung», so die 27-jährige Hunsrückerin.
Die Rally di Roma Capitale 2026 präsentiert sich in diesem Jahr mit einer komplett überarbeiteten Streckenführung. Nicht zuletzt begründet mit der Aufwertung zum WM-Lauf im nächsten Jahr.
Insgesamt warten 197,02 Kilometer und elf Wertungsprüfungen auf die Teilnehmer. Den Auftakt bildet am Freitagabend eine spektakuläre Stadtprüfung am Kolosseum, bevor das Geschehen ins Gebirge des Reatino verlagert wird.
Der Samstag, das Herzstück der Rallye, besteht aus der mit knapp 28 km längsten und anspruchsvollsten Prüfung Vallecupola zwischen dem Turano-See und den Bergen des Reatino, der schnellen Hochebenen-Etappe Piana di Rascino sowie der kurzen, abwechslungsreichen Colle di Tora – Poggio Moiano. Am Sonntag folgen schließlich die Prüfungen Monastero – Monte Livata mit ihren in den Fels gehauenen Tunneln sowie die kurze, technisch fordernde Canterano–Gerano mit zahlreichen Bergab-Kehren, die als abschließende Power Stage gefahren wird. Das Finale wird wieder in Rom gefahren, in der Via della Conciliazione unweit des Vatikan.
Zuletzt waren Schönborn/Wetzel bei der Rallye Vosges Grand-Est um französische Vogesenstadt Gerardmer erfolgreich an den Start gegangen.
Beim zweiten Lauf des ADAC Opel GSE Rally Cup fuhr Claire Schönborn im elektrifizierten Opel Mokka GSE Rally auf den dritten Rang. Damit war sie die erste zweite Frau, die im Stromer-Markenpokal auf dem Podest stand.
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