Pole-Mann Kimi Antonelli warnt: Druck ist groß, der Start muss sitzen!
Kimi Antonelli fuhr in Monaco auf die Pole. Der Haken aber: Der Mercedes-Pilot tut sich mit Starts oft schwer. Der Italiener weiß: Der Druck der Piloten hinter ihm, darunter Max Verstappen, ist groß.
Mercedes-Youngster Kimi Antonelli machte am Samstag in Monaco die vierte Pole-Position seiner Karriere klar. Der Italiener startet von ganz vorne ins Formel-1-Rennen von Monte Carlo. Damit es mit seinem fünften Sieg der Saison klappt, zählen vor allem die ersten Sekunden des Rennens – nämlich der Start. Ein zuletzt oft schwierges Thema für Antonelli.
Kimi Antonelli: «Ich weiß, wer hinter mir steht, und ich weiß, dass sie sehr gut sind, also werden sie mich sicher unter Druck setzen und versuchen, Druck auszuüben. Ich muss also versuchen, einen guten Start hinzulegen. Kanada war ein Schritt nach vorne, aber morgen herrschen natürlich andere Bedingungen. Und dann werden wir sehen.»
Antonelli tut sich in dieser Saison beim Start regelmäßig schwer, verliert oft viele Positionen. Auf Strecken, die Überholmöglichkeiten bieten, konnte er das meist wiedergutmachen und die Fahrer wieder überholen, die beim Pannenstart an ihm vorbeigezogen waren. Dadurch steht trotz der Startpatzer bei vier Siegen aus fünf Rennen. Doch in Monaco ist das Überholen äußerst schwierig. Beim Start nicht zurückzufallen, wäre also noch wichtiger als sonst.
Antonellis Startprobleme: In Montreal verbessert
Antonelli: «In Montreal habe ich zum ersten Mal nicht beim Start so viele Positionen verloren – am Sonntag zwar immer noch einen Platz, aber zum ersten Mal nicht sechs oder sieben Plätze. Das war also ein Schritt nach vorne. In Monaco ist die Strecke bis zur ersten Kurve ziemlich kurz, also muss man einfach einen sauberen, nicht einen magischen Start hinlegen, und dann sehen wir weiter.» Nicht hoch pokern also, sondern auf Nummer sicher gehen. Neben ihm in der ersten Startreihe steht Max Verstappen (Red Bull Racing). Alles andere als ein leichter Gegner beim Start.
Antonelli zu seinen Erwartungen für den GP: «Man muss trotzdem ein gutes Tempo parat haben, denn der Reifenverschleiß könnte größer sein, als wir erwarten. Wir haben nicht wirklich lange Stints getestet. Wir sind nur ein paar Runden gefahren, daher haben wir nicht wirklich viele Daten. Aber wir wissen ganz sicher, dass es sehr schwer ist zu überholen, aber man muss trotzdem das Tempo haben, denn falls etwas passiert, muss man pushen.»
So zog Antonelli an Ferrari vorbei
In den ersten beiden Trainings am Freitag war Ferrari noch stärkste Kraft gewesen. Am Samstag übernahm dann Kimi Antonelli das Ruder. Im FP3 am Mittag und im Qualifying war der 19-Jährige Schnellster.
Wie war das möglich? Antonelli: «Das Team hat im Vergleich zu gestern eine unglaubliche Wende beim Set-up geschafft. Am Freitag hatten wir große Probleme. Das Team hat über Nacht großartig an der Korrelation gearbeitet, viel am Set-up verändert. Das Auto fühlte sich heute Morgen einfach viel lebendiger an. Es verzeiht auch mehr, was das Schneiden von Kerbs und von Hubbeln angeht. Das hat es mir erlaubt, um die Pole zu kämpfen.» Den Pole-Position-Award bekam der junge Italiener von der Freestyle-Skierin Eileen Gu, die bei Olympia in Milano und Cortina Gold auf der Halfpipe holte.
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