US-Motocross 250 • Neu
Cole Davies (Yamaha) gewinnt mit überzeugendem Doppelsieg in Washougal
Der australische HRC-Werksfahrer und Tabellenführer Hunter Lawrence gewann mit einem 2-1-Ergebnis die 8. Etappe der AMA Pro Motocross Championships in Washougal vor Jett Lawrence und Haiden Deegan.
Beim 8. Lauf der US National auf der schönsten Strecke im US-Kalender in Washougal im Bundesstaat Washington herrschten perfekte Bedingungen. Star-Racing-Yamaha-Pilot Haiden Deegan legte im kombinierten Qualifying die schnellste Rundenzeit vor und es schien, als sei er auf dem Weg zu seinem ersten 450er-Erfolg, doch es kam anders. Kawasaki-Werksfahrer Garrett Marchbanks wurde etwas überraschend Zweiter vor den beiden australischen HRC-Brüdern Jett und Hunter Lawrence. Red-Bull-KTM-Werksfahrer Jorge Prado qualifizierte sich auf Platz 5 mit einem Rückstand von 1,7 Sekunden. Der dänische Triumph-Werksfahrer Mikkel Haarup, der in Washougal mit gebrochener Nase antrat, beendete das Qualifying auf Platz 8 hinter Eli Tomac (KTM).
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 2:08.222
Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki, (+0.358)
Jett Lawrence (AUS), Honda, (+0.479)
Hunter Lawrence (AUS), Honda, (+0.525)
Jorge Prado (E), KTM, (+1.706)
R.J. Hampshire (USA), Husqvarna, (+3.658)
Eli Tomac (USA), KTM, (+3.803)
Mikkel Haarup (DK), Triumph, (+5.073)
Justin Barcia (USA), Ducati, (+5.099)
Cornelius Tøndel (N), Kawasaki, (+5.140)
Polesetter Haiden Deegan zog den Holeshot zum ersten Wertungslauf, doch in der zweiten Kurve rutschte er auf der frisch gewässerten Strecke über beide Räder mit einem harmlosen Umkipper aus. Statt sich aus der Gefahrenzone zu bewegen, stand er etwas teilnahmslos und ohne sich umzuschauen auf und verursachte weitere Stürze. Unter anderem ging Kawasaki-Werksfahrer Cornelius Tøndel zu Boden, der gut gestartet war. Deegan nahm das Rennen wieder auf, nachdem das Feld schon auf und davon war, legte danach aber eine beeindruckende Aufholjagd hin.
An der Spitze des Feldes übernahm Jett Lawrence die Führung vor Jorge Prado, Hunter Lawrence und Cooper Webb (Yamaha). Hunter verlor keine Zeit und ging umgehend an Prado vorbei auf Platz 2. Garrett Marchbanks stürzte in der Anfangsphase des Rennens und konnte zum zweiten Lauf nicht erneut antreten. Deegan hatte mit seiner Aufholjagd nach wenigen Runden bereits die Top-10 erreicht und zeigte danach weitere Überholmanöver, unter anderem gegen Eli Tomac (KTM), Justin Barcia (Ducati) und Cooper Webb. Jett Lawrence kontrollierte das Rennen von der Spitze und wirkte von Anfang bis Ende kontrolliert und elegant, so wie man ihn vor seiner Fußverletzung kannte. Jett gewann den ersten Lauf mit einem Vorsprung von 7 Sekunden vor Hunter. Jorge Prado kam auf Platz 3 mit einem Rückstand von 48 Sekunden ins Ziel und Haiden Deegan wurde nach seiner Aufholjagd Vierter.
Jett Lawrence gewann auch den Start zum zweiten Lauf, aber diesmal übernahm Hunter direkt nach der zweiten Kurve die Führung. Das Bruderpaar setzte sich zunächst etwas vom Feld ab und auch Haiden Deegan konnte die Pace der beiden Australier nicht mitgehen. Jorge Prado hatte diesmal keinen guten Start und musste sich aus dem Bereich der Top-10 nach vorne kämpfen.
Jett Lawrence kam nach einem weiten Sprung von der Strecke ab und beschleunigte, bevor er wieder auf die Strecke zurückkehrte. Die AMA-Offiziellen bestraften den Australier für diese Aktion mit einer Position. Jett wusste während des Rennens nichts davon und griff nach der Hälfte des Rennens nach der Führung, doch Hunter hielt dagegen. Jett wollte den Laufsieg und stürzte. Dadurch kam Deegan wieder näher an Jett heran. In den letzten 3 Minuten konnte Jett die Lücke zu seinem Bruder wieder schließen, aber Hunter verteidigte seine Linien und gewann mit einem Vorsprung von 3 Sekunden vor Jett. Deegan kam mit einem Rückstand von 15 Sekunden ins Ziel. Wegen Jetts Penalty wurde aber Jett auf Platz 3 und Deegan auf Platz 2 gewertet. Hunter Lawrence gewann die Tageswertung mit einem 2-1-Ergebnis vor Jett Lawrence (1-3) und Haiden Deegan (4-2). Jorge Prado hatte auf Platz 4 bereits einen Rückstand von fast einer Minute. Der Spanier verfehlte mit einem 3-4-Ergebnis knapp das Podium.
Hunter Lawrence konnte mit seinem 5. Tagessieg in der laufenden Saison in Washougal seinen Vorsprung in der Tabelle von 10 auf 12 Punkte ausbauen. Haiden Deegan fiel auf Platz 3 von 62 auf einen Rückstand von 69 Punkten zurück. Prado bleibt Vierter, hat aber inzwischen einen Rückstand von 98 Punkten zur Spitze.
Der spanische Red-Bull-KTM-Werksfahrer Jorge Prado war auf Platz 4 der beste Europäer. Der französische Ducati-Werksfahrer Dylan Ferrandis beendete den Tag mit einem 5-5-Ergebnis auf Platz 5. Der dänische Triumph-Werksfahrer Mikkel Haarup wurde mit zwei 12. Plätzen Elfter der Gesamtwertung. Fredrik Noren (Yamaha) aus Schweden kam auf den Plätzen 20 und 11 ins Ziel und der norwegische Kawasaki-Werksfahrer Cornelius Tøndel konnte nach seinem Crash auf den Plätzen 17 und 18 nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Der Franzose Stephen Rubini (Yamaha) beendete den Tag mit einem 16-23-Resultat auf Gesamtrang 20 und der Schweizer Valentin Guillod (Yamaha) holte auf den Rängen 29 und 20 nur einen Punkt. Guillod rangiert in der Meisterschaftstabelle auf Rang 13, Tøndel auf Platz 14.
Die US-Protagonisten gehen jetzt in eine zweiwöchige Sommerpause. Am 15. August geht es in Unadilla mit der 9. Meisterschaftsrunde weiter.
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 2-1, 47 Punkte
Jett Lawrence (AUS), Honda, 1-3, 45, (-2)
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 4-2, 40, (-7)
Jorge Prado (E), KTM, 3-4, 38, (-9)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 5-5, 32, (-15)
R.J. Hampshire (USA), Husqvarna, 7-6, 29, (-18)
Justin Barcia (USA), Ducati, 6-7, 28, (-19)
Jordon Smith (USA), Triumph, 8-8, 26, (-21)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 9-9, 24, (-23)
Benny Bloss (USA), Beta, 10-10, 22, (-25)
Mikkel Haarup (DK), Triumph, 12-12, 18, (-29)
Mitchell Harrison (USA), Kawasaki, 11-15, 16, (-31)
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 367 Punkte
Jett Lawrence (AUS), Honda, 355, (-12)
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 298, (-69)
Jorge Prado (E), KTM, 269, (-98)
R.J. Hampshire (USA), Husqvarna, 252, (-115)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 214, (-153)
Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki, 206, (-161)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 179, (-188)
Mikkel Haarup (DK), Triumph, 169, (-198)
Jordon Smith (USA), Triumph, 154, (-213)
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