Kimi Räikkönen: Ferrari nicht nur in der Hitze stark
Einhellige Meinung im Fahrerlager von Sepang: Ferrari konnte in Malaysia Mercedes vor allem deshalb schlagen, weil die Hitze den Italienern entgegen kam. Kimi Räikkönen findet das nicht.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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Der Malaysia-GP vom 29. März war kein normaler WM-Lauf: in diesem Hitzerennen kam Ferrari mit seinen Reifen besser zurecht als die versammelte Konkurrenz, angefangen bei Weltmeister Mercedes. Das war der grösste Grund, wieso Sebastian Vettel seinen Rivalen Lewis Hamilton und Nico Rosberg eine Niederlage beibringen konnte.
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Doch Mercedes-Rennchef Toto Wolff sagte den Journalisten schon am Abend des zweiten WM-Laufs: "Wir würden es uns zu einfach machen, wenn wir argumentieren – Sepang war halt ein Ausreisser wegen der Hitze. Uns ist klar, dass Ferrari stärker geworden ist. Das hatte sich schon bei den Wintertests angedeutet, und das hat sich in Australien und Malaysia bestätigt." Mercedes reagiert (mehr dazu lesen Sie HIER). Ein anderer Insider ist ebenfalls überzeugt, dass der neue Speed von Ferrari nicht nur unter so extremen Bedingungen wie vor knapp zehn Tagen in Malaysia zum Vorschein kommt: Ferrari-Werksfahrer Kimi Räikkönen.
Der 35jährige Finne tankte sich nach einem Platten zu Beginn des Rennens auf den vierten Rang vor, was Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene mindestens so eindrucksvoll fand wie den Sieg von Sebastian Vettel.
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Kimi sagt nun: "Es mag schon stimmen, dass uns die Hitze von Sepang entgegen gekommen ist. Aber die Leute vergessen, dass wir vom Rennverlauf in Australien nicht begünstigt waren. Hätten wir dort hinter den Mercedes freie Fahrt gehabt, wären also nicht aufgehalten worden, dann hätten die Silberpfeile nie einen solchen Vorsprung herausfahren können."
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"Jede Strecke hat aufgrund ihrer Charakteristik und der äusseren Bedingungen ihre eigenen Gesetze", sagt der Weltmeister von 2007 weiter. "Aber für mich steht fest, dass wir ein konkurrenzfähiges Auto auch dann haben, wenn es nicht so brütend heiss ist wie in Sepang."
"Wir wissen, dass wir unter normalen Bedingungen noch nicht auf Augenhöhe fahren, vor allem nicht auf eine schnelle Runde im Abschlusstraining. Aber daran arbeiten wir derzeit. Mir macht Mumm, welch enorme Fortschritte wir gemessen an 2014 erreicht haben. Die ganzen Veränderungen waren alle richtig, die Entwicklung läuft wie sie sollte. Stück für Stück rücken wir Mercedes näher."
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