Lando Norris (McLaren/4.) fordert: «Lösungen jetzt – nicht später»
Weltmeister Lando Norris wurde in Silverstone Vierter, sagte aber: «Das haben wir fast nicht verdient». Woran es am McLaren mangelt und welche Lösungen möglichst schnell gefunden werden müssen.
McLaren-Pilot und 2025er-Weltmeister Lando Norris fuhr in diesem Jahr in Silverstone erstmals vor seiner eigenen Tribüne, dem knallgelben «Landostand». Am Rand der Strecke die große Lando-Party – doch auf der Piste hatte der Brite bei seinem Heimrennen zu kämpfen. Immerhin: Mit Platz 3 im Sprint und Platz 4 im Grand Prix waren die Ergebnisse besser als die eigentliche Performance.
Norris nennt Ergebnis «bemerkenswert»
Norris nach dem Rennen: «Wenn man bedenkt, wie unangenehm es da draußen war, sind Platz 4 und Platz 3 an diesem Wochenende ziemlich bemerkenswert. Wir hatten Glück. Beim Rennen geht es auch darum, ins Ziel zu kommen. Es geht darum, keine Risiken einzugehen und keine Fehler zu machen.» Sein Teamkollege Oscar Piastri landete nach einer Berührung zu Beginn des Rennens außerhalb der Punkte. Max Verstappen (Red Bull Racing) fiel aus, WM-Leader Kimi Antonelli (Mercedes) hatte technische Probleme und fiel zurück. So landete Norris weiter oben als es der eigentlichen Leistung entsprach. Dennoch ist viel Arbeit zu tun.
Viel zu verbessern
Norris: «Im Sprint ein fantastischer Start, im Grand Prix ein schlechter Start. Ich weiß nicht, warum – wir müssen also einige Dinge analysieren, aber das Auto war in keiner Weise besonders gut, daher haben wir noch viel zu verbessern. Wir haben es heute fast nicht verdient, auf Platz 4 ins Ziel zu kommen, aber wir nehmen es gerne mit.»
Eine Chance aufs Podium hatte er am Ende nicht, weil das Rennen hinterm Safety-Car zu Ende ging. Norris: «Es wäre schön gewesen, am Ende wenigstens die Chance zu haben, unter grünen Flaggen zu fahren und ohne Safety-Car um einen Podiumsplatz zu kämpfen.» Aber durch einen Software-Fehler wurde die Safety-Car-Phase um eine Runde verlängert.
Norris: «Das Positive sind die Ergebnisse, und das ist letztendlich wirklich das Einzige, was zählt. Aber das Tempo war wirklich nicht gut. Wir müssen einen großen Schritt nach vorne machen. Die Dinge laufen einfach nicht so, wie sie sollten. Es ist einfach so, dass das Auto nicht genug Grip und nicht genug Abtrieb hat und einfach einen großen Schritt hinter den anderen zurückliegt. Uns fehlt einfach der Grip am Heck, und sobald man keinen Grip am Heck hat, fehlt das Selbstvertrauen und man macht mehr Fehler. Aber ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass das Team das Ruder herumreißen kann.»
Norris: «Das Team kann Autos bauen, mit denen man Rennen und Meisterschaften gewinnen kann, daher mache ich mir keine Sorgen. Es ist nur so, dass es im Moment ein Wettlauf gegen die Zeit ist. Ich bin noch nicht aus dem Rennen. Aber wir brauchen Lösungen – und zwar jetzt, nicht später.»
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