Ferrari-Star Charles Leclerc über Aussprache mit Hamilton: «Das war nötig»
Nach dem Ferrari-Zoff von Mexiko eilte Charles Leclerc nach Hause, weil seine Tochter Bianca geboren wurde. Am Donnerstag gab es eine Aussprache, und er ist überzeugt: Der Streit ist nun beigelegt.
Dass der Ärger von Lewis Hamilton auch Tage nach dem Mexiko-Zoff mit seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc noch nicht verflogen war, bewiesen die Aussagen des siebenfachen Weltmeisters am Medien-Donnerstag. Der Rekord-GP-Sieger wiederholte seine Kritik an der Fahrweise seines Stallgefährten, der mit seinem harten Angriff nach dem Start alle Chancen auf einen Ferrari-Sieg zunichte gemacht hatte.
Leclerc blieb dem Fahrerlager fern, und das aus gutem Grund: Zwischen dem Rennen in Mexiko und dem GP-Wochenende in Brasilien kam nämlich sein erstes Kind – Töchterchen Bianca – zur Welt. Der Monegasse war aber zum Start des Wochenendes wieder bei der Arbeit, auch wenn er das erste freie Training als Zaungast mitverfolgte, weil Nachwuchsfahrer Dino Beganovic in seinem Dienstwagen an der Session teilnahm.
Leclerc, der am Donnerstagabend in Brasilien eintraf und gleich eine Aussprache mit seinem Teamkollegen und Teamchef Fred Vasseur hatte, gab erst im zweiten Training Gas und gestand hinterher: «Das war einfach ein sehr, sehr schwieriger Freitag, sehr knifflig. Das Gefühl im Auto war wirklich sehr schlecht, wir haben also noch einen Riesenberg Arbeit vor uns. Wahrscheinlich müssen wir das Auto stärker verändern als wir es für gewöhnlich tun. Es fühlte sich einfach eigenartig an, es muss also vieles geändert werden.»
«Wir haben sicherlich auf den Geraden Zeit verloren, aber auch in den Kurven hat sich das Auto nicht gut angefühlt, das war wohl eines der schlechtesten Feelings, die ich an einem Trainingsfreitag in diesem Jahr gehabt habe. Ich denke deshalb, dass wir wahrscheinlich in den Kurven mehr Zeit finden können als auf den Geraden. Denn wir wissen, dass wir auf den Geraden ein Defizit haben, aber normalerweise sind wir in den Kurven stark. Heute war das aber leider nicht der Fall», analysierte der 29-Jährige.
Charles Leclerc beteuert: Frust ist verflogen
«Ich habe noch keine Antwort auf die Frage, ob es am Set-up lag. Aber ich habe viele Ideen, was sich verändern muss, und es wird wohl viele Anpassungen geben. Ob das reicht, wird sich zeigen. Die Probleme, die wir heute haben, waren ziemlich gross, und es gibt eigentlich keinen Grund, warum wir uns auf einer Strecke wie dieser so schwer tun, deshalb müssen wir eine Lösung finden», betonte Leclerc daraufhin.
Über die Aussprache mit Hamilton und Vasseur sagte der neunfache GP-Sieger: «Ich denke, es war wirklich gut, dass wir uns alle zusammengesetzt und geredet haben. Für mich war das natürlich eine verrückte Woche – im positiven Sinne, denn ich bin zum ersten Mal Vater geworden. Ich hatte also keine Zeit, um darüber zu reden, und ich denke, die Diskussionen helfen sicherlich, um jeglichen Frust, der noch übrig ist, aus der Welt zu schaffen. Das war nötig. Nun habe ich das Gefühl, dass alles beigelegt ist, und deshalb glaube ich auch, dass das Thema jetzt durch ist.»
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