Streit der Ferrari-Teamkollegen: Déjà-vu für Mercedes-Teamchef Toto Wolff
Der Streit der Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc sorgt auch in Interlagos noch für Diskussionen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärt, warum er weiss, wie sich Fred Vasseur fühlt.
Kaum waren in Mexiko die Lichter der Startampel aus, wurde es zwischen den beiden Ferrari-Teamkollegen Lewis Hamilton und Charles Leclerc hitzig. Der stark gestartete Monegasse griff in der vierten Kurve den Polesetter aus den eigenen Reihen an und liess nicht locker. Beide gerieten neben die Bahn und Leclerc kassierte für sein Vorgehen eine 5-sec-Zeitstrafe.
Der Streit der beiden Stallgefährten ermöglichte es Max Verstappen, sich den Sieg zu schnappen, und Hamilton musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, während Leclerc als Vierter ins Ziel kam. Teamchef Fred Vasseur schäumte und sprach Klartext. Wenige Tage später muss er sich im Fahrerlager von Interlagos viele Fragen zum teaminternen Zoff anhören.
Wolff: Respekt vor dem Team steht im Mittelpunkt
Das weckte Erinnerungen bei Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der neben Vasseur zur Teamchef-Pressekonferenz der FIA angetreten war. Er erklärte: «Fred hat keinen Tipp von mir nötig, aber es fühlt sich wie ein Déjà-vu für mich an. Ich habe zwischen 2013 und 2016 genau die gleichen Fragen gestellt bekommen, bis Nico Rosberg in Rente ging. Vier Jahre lang war das so – exakt die gleiche Situation. Wenn du zwei der besten Fahrer in ein Team steckst – die haben nun mal ihre Ecken und Kanten. Sie wollen gewinnen, und es ist immer eine schwierige Situation, vor allem, wenn man vorne fährt und die ganze Aufmerksamkeit der Medien auf sich zieht.»
«Deshalb kann ich gut nachfühlen, wie sich Fred nun fühlt. Und manchmal braucht es die wirklich harten Situationen wie diese, um ein Zeichen zu setzen. Als ich mit Nico und Lewis in dieser Situation war, da war es klar, dass es nicht so weitergehen konnte, wenn es zu einem Unfall kam. Deshalb musste es vielleicht erst bis zu diesem Punkt eskalieren, denn es geht um den Respekt vor dem Team, der Marke und vor vielen Tausend Menschen, die alle zusammenarbeiten – und das müssen sie immer im Hinterkopf behalten», fügte der Wiener an.
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