Charles Leclerc (Ferrari/2.): «Habe bis zum Schluss daran geglaubt»
Charles Leclerc (Ferrari) fuhr im Formel-1-Rennen von Singapur auf Platz 2 hinter Max Verstappen (Red Bull Racing). Leclerc sagte später: Bis zum Schluss glaubte er an eine Chance auf den Sieg.
Mit dem zweiten Saisonsieg 2026 nach Silverstone hat es für Charles Leclerc nicht geklappt – dennoch geht der Monegasse mit einem positiven Gefühl und Singapur-Silber aus dem Rennwochenende auf dem Marina Bay Street Circuit.
Ferrari probierte, mit einem zusätzlichen Stopp an den späteren Sieger Max Verstappen (Red Bull Racing) ranzukommen. Der Plan funktionierte, Leclerc kam ran – es reichte am Ende aber nicht für den Grand-Prix-Sieg.
Leclerc/Ferrari mit Platz 2 in Singapur
Leclercs Fazit nach dem Rennen: «Zufrieden, aber nicht überglücklich. Der zweite Platz ist ein gutes Ergebnis, finde ich, wenn man bedenkt, dass uns in letzter Zeit immer wieder ein kleines bisschen Tempo gefehlt hat.» In den vergangenen Rennen wurde Leclerc zuletzt dreimal Vierter, verpasste in Madrid, Baku und Sepang also das Podium denkbar knapp. In Monza verunfallte er. Nun endlich wieder ein Top-Platz – wenn auch kein Sieg.
Max Verstappen war zu schnell
Leclerc: «Ich habe das Gefühl, dass wir besonders im Qualifying ein starkes Tempo hatten. Im Rennen war Max etwas schneller als wir, was zu erwarten war, aber wir lagen vielleicht auch etwas näher dran, als wir erwartet hatten. Es war also ein cooles Rennen. Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt, aber leider hat es nicht ganz gereicht.»
Besonders knapp war es rückblickend direkt beim Rennstart, als Leclerc fast auf den ersten Metern an Verstappen vorbeigezogen war, sehr gut wegkam. Verstappen konnte aber die Führung stark verteidigen, in den Top-6 gab es in der Startphase keine Positionsverschiebungen.
Leclerc zu dem engen Racing in den ersten 200 Metern des Rennens: «In solchen Momenten hat man nicht viel Zeit zum Nachdenken. Ich habe nur gesehen, dass Max einen etwas schwierigen Start hatte. Ich hatte einen ziemlich guten Start, also bin ich neben ihn gefahren. Dann war nicht mehr viel Platz da, aber ich hätte genau dasselbe getan. Dann wurde es ziemlich knifflig. Ich war links, ein bisschen hinter ihm, konnte die Markierungen auf der rechten Seite nicht sehen – da verliert man ein bisschen alle Anhaltspunkte, denn normalerweise hat man auf der rechten Seite die Markierungen zum Bremsen. Ich habe versucht, es so gut wie möglich einzuschätzen, aber Max hat es geschafft, den ersten Platz zu behalten.»
Der Monegasse blieb weiter dran. Leclerc: «Dann gab es in den ersten drei Runden ein paar Gelegenheiten, als Max das Problem mit dem Deployment hatte, aber ich dachte immer, das wäre eine einmalige Sache, also habe ich meine Batterie nicht wirklich genutzt, was vielleicht ein Fehler war. Und als mir klar wurde, dass er am Ende der Geraden keine Leistung mehr hatte, konnte ich nichts mehr tun. Es war zu spät für mich, meine Leistung einzusetzen. Aber ich weiß nicht, ob das viel geändert hätte. Vielleicht hätte es natürlich im ersten Stint geholfen, aber ich glaube, letztendlich waren sie einfach zu schnell für uns.» Am Ende kam Verstappen mit 7,3 Sekunden Vorsprung vor Leclerc als Erster ins Ziel.
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