Toprak Razgatlioglu nach Aufgabe: «Ich hoffe, dass ich keine OP brauche»
Schmerzen und fehlende Kraft zwangen Toprak Razgatlioglu im MotoGP-Rennen von Mandalika zur Aufgabe. Nach seiner Schulterverletzung lässt sich der Yamaha-Pilot in der Türkei untersuchen.
Der MotoGP-Lauf in Mandalika endete für Toprak Razgatlioglu vorzeitig. In Runde 8 steuerte der Pramac-Yamaha-Pilot die Box an und gab auf. Nach seinem heftigen Sturz im FP2 am Samstagmorgen,
Noch am Samstag war der Türke im Q1 und anschließend im Sprint angetreten. Das kurze Rennen beendete er auf Platz 19, mit 23,8 Sekunden Rückstand. Über Nacht verschlechterte sich sein Zustand jedoch deutlich. Für die Aufgabe am Sonntag gab es aus seiner Sicht einen klaren Grund.
Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit und Kraft
Schon vor dem Grand Prix bemerkte Razgatlioglu, dass die volle Renndistanz unter diesen Umständen schwierig werden würde. Schmerzmittel halfen ihm nicht dabei, die Yamaha wie gewohnt zu kontrollieren.
«Bereits am Morgen spürte ich, dass es Probleme mit der Schulter gibt. Am Samstag war es nicht so schlimm, ich konnte den Sprint absolvieren. Doch einen Tag später spürte ich starke Schmerzen und hatte eingeschränkte Beweglichkeit. Ich nahm Schmerzmittel. Doch die Schmerzen waren nicht das größte Problem. Mir fehlte die Kraft, vor allem beim Bremsen. Es gibt hier viele Rechtskurven und meine Schulter war einfach nicht stark genug», erklärte er.
Sein Team hatte ihm deshalb bereits vor dem Start nahegelegt, auf das Rennen zu verzichten oder den Versuch abzubrechen, wenn die Beschwerden zu groß würden. Razgatlioglu wollte dennoch herausfinden, was möglich war.
«Ich sprach mit dem Team. Sie meinten, dass ich aufgeben soll oder gar nicht erst starten soll. Ich wollte es zumindest probieren und mein Bestes geben.» Nach acht Runden war dieser Versuch beendet. «Die Schulter war mein größtes Problem, nicht das Motorrad», bemerkte der Türke.
Toprak für Australien fit genug?
Razgatlioglu verlässt Indonesien als WM-21. mit 18 Punkten. Bei den vergangenen drei Rennwochenenden blieb er ohne Punkte. Vorerst steht allerdings die Frage im Mittelpunkt, wie schwer seine Schulter verletzt ist und welche Behandlung notwendig wird.
«Wir haben jetzt eine Woche Pause. Ich fliege am Montag in die Türkei und lasse meine Schulter untersuchen. Ich hoffe, dass ich keine Operation benötige und ich mich einfach nur ausruhe bis zum nächsten Rennen», so der Yamaha-Pilot. Mit Phillip Island steht ein Kurs bevor, auf dem die Fahrer körperlich hart gefordert werden. Die schnellen Richtungswechsel erfordern besonders mit den modernen MotoGP-Bikes viel Kraft.
Verpasste Chance in Mandalika
Besonders bitter war für Razgatlioglu, dass sein Wochenende in Indonesien zunächst vielversprechend begonnen hatte. Statt auf den Erfahrungen vom Freitag aufzubauen, musste er nach dem Sturz mit erheblichen körperlichen Einschränkungen fahren.
«Ich bin ein bisschen traurig, weil wir am Freitag einen guten Start hatten. Normalerweise verbessere ich mich von Tag zu Tag. Doch nach dem Sturz änderte sich alles», bedauerte der Pramac-Pilot.
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