Supersport-WM • Neu
Das Supersport-Abenteuer von Ana Carrasco geht weiter: Auch 2027 mit Honda!
Das hätten selbst Optimisten nicht für möglich gehalten: Nach dem Triumph in Cremona holte Kawasaki-Pilot Jeremy Alcoba auch beim vorletzten Saisonmeeting der Supersport-WM 2026 in Estoril einen Sieg.
Manche Geschichten, die der Rennsport schreibt, sind so fantastisch, dass sie als Vorlage für einen Hollywood-Film dienen könnten. Etwa die von Jeremy Alcoba in der Supersport-WM 2026. Der Spanier kam zu Saisonbeginn bei den Meetings auf Phillip Island sowie in Portimão und Assen nicht über Platz 7 hinaus. Erst auf dem Balaton Circuit erreichte der 24-Jährige als Vierter erstmals ein Top-5-Ergebnis. Beim Heimrennen seines Teams in Misano – dem siebten Saisonmeeting – folgte ein zweites. Zu diesem Zeitpunkt belegte der Kawasaki-Pilot den beschaulichen neunten WM-Rang.
Doch seit seinem ersten Podestplatz in Donington Park geht es aufwärts. In Cremona feierte Alcoba einen fantastischen Doppelsieg. Es war der erste für Kawasaki überhaupt. Kurz zuvor wurde ihm mitgeteilt, dass er sich für 2027 ein neues Team suchen muss!
Und am vergangenen Wochenende ließ der aus Tortosa stammende Katalane Platz 3 und einen weiteren Sieg folgen! «Ich fühle mich im Moment wirklich gut auf dem Motorrad. Ich hatte hier nicht das gleiche Selbstvertrauen wie beim letzten Rennen in Cremona – weil wir dort einen Test absolviert hatten –, aber Estoril ist eine Strecke, die mir gefällt. Schon im vergangenen Jahr habe ich hier ein gutes Comeback hingelegt», erzählte Alcoba. «Im ersten Lauf lag ich zwischenzeitlich auf Platz 16 und hatte nicht damit gerechnet, noch ein so gutes Rennen zu fahren. Aber selbst als ich nicht gut mit dem Motorrad zurechtkam, war ich kurz davor, um den Sieg mitzukämpfen. Im Warm-up habe ich mich mit dem Motorrad wirklich gut gefühlt, war aber sehr langsam und wusste nicht, warum. Ich war etwas sauer auf mich selbst und frustriert.»
Das zweite Rennen wurde nach einem Sturz von Bahattin Sofuoglu (QJ Motor) in Runde 10 abgebrochen und über nur noch sechs Runden neu gestartet. «Ich hätte nicht erwartet, nach der roten Flagge so zu fahren, wie ich es getan habe, aber es hat sich wirklich gut angefühlt», strahlte der Kawasaki-Pilot. «Ich lag auf Platz drei, dann auf Platz zwei, und dann habe ich versucht, an die Spitze zu kommen. Mir war klar, dass, wenn sie mich auf der Geraden nicht überholen, ich gewinnen werde, denn ich bremste sehr spät und wusste, in welchen Kurven sie etwas Abstand gewinnen konnten. In den letzten beiden Runden konnten sie mich nicht überholen, und als ich die Rundenzeit der letzten Runde sah, war das unglaublich. Ich bin wirklich glücklich.»
Mit drei Siegen und vier Podestplätzen aus den letzten vier Rennen spülte es Alcoba mit 229 Punkten auf den fünften WM-Rang – punktgleich mit seinem Nachfolger im Kawasaki-Werksteam, Jaume Masià (4./Ducati). Behält Alcoba diese Form beim Saisonfinale in Jerez bei, kann er die Supersport-WM 2026 als Gesamtdritter beenden, denn auf Can Öncü (Yamaha) fehlen ihm lediglich fünf Punkte!
Übrigens: Alcoba ist der einzige Fahrer in diesem Jahr, der in jedem Rennen Punkte einfahren konnte! Mittlerweile muss sich Kawasaki-Teamchef Manuel Puccetti die Frage gefallen lassen, warum er den Vertrag von Alcoba nicht für 2027 verlängert hat.
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