Lewis Hamilton (Ferrari/5.) vor Strafe: Superstar als lästiges Hindernis
Nicht zum ersten Mal muss sich Ferrari-Superstar Lewis Hamilton den Vorwurf gefallen lassen, er stehe völlig unnötig seinen Gegnern im Weg herum. Die Rennpolizei der FIA ist gefordert.
Was klappt eigentlich nicht beim Ferrari-Funkverkehr zwischen Lewis Hamilton und seinem Renningenieur Carlo Santi? Dass sich die zwei menschlich gut verstehen, daran besteht kein Zweifel, das passt. Aber dennoch ist die Kommunikation nicht ideal, weder in Madrid noch jetzt in Baku.
Nach dem zweiten freien Training musste der siebenfache Formel-1-Champion bei der Rennpolizei antraben. Die Regelhüter Gerd Ennser (Deutschland), Loic Bacquelaine (Belgien), Derek Warwick (Grossbritannien) und Danil Solomin (Aserbaidschan) wollten vom erfolgreichsten GP-Piloten wissen, wieso er scheinbar grundlos langsam vor dem heranschiessenden Racing Bulls-Fahrer Liam Lawson herumgegondelt war.
Der Neuseeländer meldete sich am Funk: «Fast wäre ich in ihn reingeknallt! Oh mein Gott, das ist so gefährlich!»
Gefährlich und nicht das erste Mal. Erst vor knapp bei Wochen auf dem neuen Madring ist Hamilton gleich mehreren Gegnern im Weg gestanden. In Spanien kam der 41-jährige Brite mit einer Ermahnung davon.
Schon damals jedoch tadelte der deutsche GP-Sieger Ralf Schumacher: «Auffällig ist im freien Training für mich der Mann in Rot, der scheinbar allen Gegnern im Weg herumsteht, weil er in der Mitte der Bahn fährt – Lewis Hamilton. Ich weiss nicht, wieso er das oft macht. Das ist schon 2025 aufgefallen. Wenn man langsam fährt, so ist das eigentlich den anderen Piloten gegenüber unsportlich.»
Was in Baku immer wieder passiert: Funkstörungen zwischen Kommandostand und Fahrzeug, auch den dicht stehenden Häusern geschuldet. Oder aber Santis Warnung für Hamilton vor Lawson kam entweder gar nicht oder zu spät. Absichtlich jedenfalls fährt ein Lewis Hamilton keinem Gegner vors Auto.
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