2. Training Baku: Rote Flagge! Mercedes Doppelspitze, Verstappen Verfolger
Im FP2 vor dem Großen Preis von Aserbaidschan in der Formel 1 gab's den ersten größeren Unfall: Arvid Lindblad schlug in der Burg-Passage ein. Mercedes stärkste Kraft, Max Verstappen Verfolger.
Im zweiten freien Training vor dem GP von Aserbaidschan zeichnete sich ab: Mercedes ist wie erwartet stärkste Kraft auf dem Baku City Circuit. George Russell war im FP2 Schnellster, gefolgt von Kimi Antonelli, der mit nur halber Trainingszeit beachtlich Zweiter wurde. Außerdem gab’s den ersten großen Unfall des Wochenendes.
Aber der Reihe nach: Im ersten Training hatte es gleich mehrere Zwischenfälle, allerdings noch keine Unfälle gegeben: Bei Carlos Sainz (Williams) brannten die Bremsen. Kimi Antonelli musste kurz vor der Halbzeit der ersten Session mit einem qualmenden Heck abstellen. Verdacht auf Hydraulikproblem. Bei Isack Hadjar (Red Bull Racing) ruckelte es am Motor. Beide McLaren-Piloten hatten zudem Schwierigkeiten und verbrachten viel Zeit in der Garage. Nico Hülkenberg (Audi) hatte auch kurz vor Ende der Session in einer Auslaufzone abstellen müssen.
Entsprechend motoviert und früh kamen die meisten Piloten im FP2 bei 29,6 Grad Celsius Lufttemperatur und 47 Grad auf dem Asphalt auf die Strecke. Lediglich Antonelli, Sainz und Arvid Lindblad (Racing Bulls) blieben lange drin. Sainz kam nach zehn Minuten raus, Lindblad nach zwölf Minuten. Nur bei Antonelli wurde noch am Auto gearbeitet, nämlich ein neuer Motor eingebaut (aus dem Pool, also ohne Strafe).
An der Spitze toppte unterdessen Max Verstappen (Red Bull Racing) die Russell-Bestzeit aus dem FP1, setzte eine 1:45,115 min auf Medium. Der Niederländer Schnellster, beschwerte sich aber gleichzeitig über Übersteuern. Und dann toppte er auch direkt wieder die Zeit, mit 1:44,492 min neue Spitze, knapp gefolgt von George Russell.
Lindblad verunfallt in der Burg-Passage
Bis auf kleine Notausgang-Ausweichmanöver blieb es zunächst ruhig – bis dann plötzlich die roten Flaggen geschwenkt wurden! Arvid Lindblad parkte unfreiwillig in Kurve 11. Er hatte in Kurve 8, der berüchtigten engsten Passage der Formel 1 (nur 7,6 Meter breit), die Kontrolle über sein Auto verloren, hatte fies mehrmals in der engen Burg-Passage die Banden touchiert. Lindblad konnte unbeschadet aussteigen, sein Bolide qualmte mächtig aus den Bremsen – und stand so unglücklich, dass die Session für gut zehn Minuten unterbrochen werden musste, um das Auto abzutransportieren und Trümmerteile aufzusammeln.
Nachdem es wieder losging, direkt Gelb: Oliver Bearmans Haas schaltete sich mit einem Ruck aus. Der Brite rollte in den Notausgang, machte die Strecke schnell frei. Er schaute von dort aus noch die restliche Session aus der Nähe an.
Antonelli zur Halbzeit auf der Piste
Und dann kam endlich auch Kimi Antonelli auf die Strecke! Nach gut einer halben Stunde rollte der Italiener aus der Garage. In der Zeitenjagd (inzwischen alle auf Soft) toppt unterdessen Russell das Feld mit 1:43,759 min, also der ersten Zeit des Wochenendes im 1:43er-Bereich. Kimi Antonelli sortierte sich in den letzten schnellen Rundeneine halbe Sekunde hinter ihm Zweiter. Russell verbesserte sich noch auf 1:43,347 min. Ansage von den Silberpfeilen.
Max Verstappen ist als Dritter erster Mercedes-Verfolger. Der Doppelsieger von Baku (2022 und 2025) schloss das FP2 acht Zehntelsekunden hinter Russell und drei Zehntel hinter Antonelli ab. Auf den Plätzen 4 und 5 landete Ferrari. Nico Hülkenberg im Audi nur 15.
Ein bisschen Papierkram zieht sich noch in den aserbaidschanischen Abend: Die Rennkommissare ermitteln nach Ende der Session gegen Lewis Hamilton, weil der Liam Lawson im Weg stand.
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