Lewis Hamilton (Ferrari): «Mehr kann ich von meinem Team nicht verlangen»
Lewis Hamilton hat auf 32 verschiedenen F1-Strecken gewonnen. Zandvoort 2026 ist für den Ferrari-Superstar das Rennen der letzten Chance. Und er spricht über den Stand der Dinge bei den Italienern.
Unglaublich, aber wahr: Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat auf 32 verschiedenen GP-Pisten den Siegerpokal in die Höhe gestemmt!
Aber da gibt es noch ein paar Kleckse im Reinheft: In Zandvoort etwa konnte er nie siegen, das ist eine von vier Strecken im WM-Programm 2026, auf welcher Hamilton bislang keinen Grand Prix gewinnen konnte.
In Zandvoort steht Hamilton daher unter Druck: Der Traditions-GP findet vorderhand zum letzten Mal statt, wenn Hamilton also den Dünenkurs als Nummer 33 notieren lassen will, dann muss er an diesem Wochenende zuschlagen.
Die anderen Pisten, wo Hamilton noch ohne GP-Triumph ist: Miami, Mexiko-Stadt, Las Vegas. Aber in Florida, in Mittelamerika und im Spielerparadies hat Lewis 2026 und darüber hinaus noch einige Möglichkeiten, seine Bilanz aufzuhübschen.
Vor dem Wochenende an der Nordsee sagt Lewis Hamilton: «Es stimmt, ich habe hier zwar in der Formel 3 gewonnen, aber nie mit dem Grand Prix-Rennwagen. Das ist definitiv ein Motivations-Turbo. Ich will das korrigieren.»
Hamilton wird auf die Vertragsverlängerung von Max Verstappen angesprochen. Lewis meint: «Ganz ehrlich, ich habe nicht zu viel darüber nachgedacht, aber natürlich sind das für die Formel 1 fabelhafte Nachrichten. Was könnte es Anderes sein?»
«Max ist eine lange Zeit beim gleichen Team. Manchmal ist das gut, manchmal weniger. Für ihn ist das gewiss eine gute Wahl. Denn wir haben es wiederholt erlebt, dass Rennfahrer oft das Team gewechselt haben, nicht zum Besseren.»
Hamilton liegt in der Zwischenwertung auf WM-Rang 2, er kommt mit dem 2026er Ferrari viel besser zurecht als mit dem letztjährigen Rennwagen aus Maranello. Wo will Lewis nun nachlagen? «Da gibt es noch jede Menge Bereiche, in welchen wir zulegen können. Aber ich bin wirklich stolz darauf, welchen Schritt wir von 2025 zu 2026 getan haben und wie wir im Laufe der Saison schneller werden konnten.»
«Wenn ein neues Reglement eingeführt wird, dann sehen wir immer wieder, dass das eine oder andere Teams ins Straucheln gerät. Das ist bei Ferrari nicht passiert. Ich sehe sehr viel Selbstvertrauen im Team, ich erkenne den festen Glauben, dass wir weiter wachsen können. Was die Entwicklung des Rennautos und die Einstellung angeht, so kann ich von meinem Team nicht mehr verlangen. Wir wissen genau, was wir machen können, nun müssen wir das in der zweiten Saisonhälfte umsetzen.»
Hamilton spricht darüber, wieso er sich 2026 besser einbringen kann. «Wir haben so viele Dinge hier geändert, es geht nicht nur ums Rennauto, es geht auch um Abläufe im Team. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis ich und Ferrari in Einklang arbeiten, aber nun beginnt sich die Arbeit des vergangenen Jahres bezahlt zu machen.»
«Am Anfang der Saison 2026 zu erleben, dass die vielen Dinge, die ich umsetzen wollte, nun endlich Früchte tragen, dass meine Einwände richtig waren und die Änderungen bessere Ergebnisse bringen, das alles ist ein gewaltiger Moral-Schub. Das ist das Fundament, das ich mit Ferrari giessen wollte. Darauf können wir nun für die kommenden Jahre aufbauen. Und das treibt mich an.»
In der Sommerpause hat Hamilton «so gearbeitet wie noch nie. Normalerweise machst du in der ersten Woche und vielleicht auch in der zweiten ein wenig Party und kriegst den Kopf mal frei. Ich habe mich darauf konzentriert, mehr an mir selber zu arbeiten. Ich bin so fit wie noch nie in den vergangenen zwanzig Jahren. Ich bin eher voller Energie als erholt, ich fühle mich prima.»
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