Max Verstappen warnt Stallgefährten Liam Lawson: «Sprung ins kalte Wasser»
Keine Formel-1-Auszeit, kein Rücktritt von der GP-Bühne, ganz im Gegenteil: Max Verstappen bis Ende 2030 bei Red Bull Racing unter Vertrag, ein starkes Bekenntnis des Niederländers zur Königsklasse.
Die wichtigste Entscheidung in Sachen Fahrerfeld 2027 ist gefallen: Max Verstappen geht auch weiterhin für Red Bull Racing an den Start, mit einer vorzeitigen Verlängerung seines Abkommens bis Ende 2030.
Der dreifache Sieger des Niederlande-GP sagt im Fahrerlager seiner Heimstrecke Zandvoort: «Ganz grundlegend für mich ist, dass ich mich wohlfühle, und das ist so bei Red Bull Racing. Wenn ich 2026 im schnellsten Team wäre, aber ich fühle mich dort nicht wohl, dann würde das nicht lange dauern.»
«Ich fühle mich zuhause bei Red Bull Racing, ich habe das Vertrauen in die Fachkräfte, dass wir auf die Siegerstrasse zurückkehren, das ist unser Ziel. Ich will weiter siegen, ich bin heiss.»
«Dazu erlaubt mir Red Bull auch, ausserhalb der Formel 1 meine Ziele zu verfolgen, dafür bin ich dankbar, und solch eine Situation hätte ich nicht überall. Dessen bin ich mir bewusst.»
Verstappen lässt sich nicht davon beunruhigen, dass einige helle Köpfe Red Bull Racing verlassen haben. «Solche Veränderungen gehören zur Formel 1, und wir dürfen nicht vergessen, dass dadurch gute Leute nachrücken. Ich sehe, welche Anstrengungen hier unternommen werden, um wieder Grands Prix zu gewinnen, das war einer der Gründe, wieso ich hierbleibe. Ich weiss, dass sie alles tun, um mir ein gutes Auto hinzustellen, und sie wissen, dass ich für sie alles tun werde, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.»
«Ich spüre diesen Grund-Hunger im Team, der nie weggefallen ist. Wir haben zum Beispiel mit unserer eigenen Antriebseinheit einen sehr guten Job gemacht, aber wir wollen ständig besser werden, auch beim Rennwagen selber, bei unserer Arbeit jeden Tag. Sich ständig verbessern zu wollen, das ist eine Einstellung, die ich teile, und das ist einer der Gründe, warum dieses Team meine Familie bleibt.»
«Letztlich war es für mich nicht besonders stressig, zum Schluss zu kommen, dass ich hierbleibe. Denn ich bin überzeugt: Wir werden wieder an die Spitze kommen.»
«Das Reglement hat auch eine Rolle gespielt. Gewiss, am Anfang des Jahres war alles sehr merkwürdig, inzwischen habe ich mich besser an diese Motorengeneration gewöhnt, und ich weiss, was alles aufgegleist ist, um das Fahrverhalten weiter zu verbessern.»
«Schade ist natürlich an diesem Wochenende, dass wir letztmals in Zandvoort fahren und ich mein Heimrennen verliere. Ich werde dieses coole Layout vermissen, das ist eben eine Piste von altem Schrot und Korn, eine Piste, die Charakter hat. Und dann diese fabelhaften Fans! Selbst wenn ich nicht Niederländer wäre, würde ich Rennstrecke und Rennbesucher lieben.»
«Am vergangenen Dienstag habe ich gehört, dass ich mit Liam Lawson einen anderen Teamgefährten erhalte, weil sich Isack an der Hand verletzt hat. Das wird für Liam kein einfaches Wochenende, denn er hat den diesjährigen RBR-Renner noch nie gefahren, dazu haben wir hier ein Sprint-Wochenende, will heissen Liam hat nur ein freies Training, bevor es bereits in die Sprint-Quali geht. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser.»
Verstappen und Lawson waren schon Anfang 2025 Stallkollegen. Damals wurde der Neuseeländer nach nur zwei GP-Wochenenden ersetzt durch Yuki Tsunoda, weil die Leistungen von Lawson zu wünschen übrigliessen.
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