Lando Norris: So schätzt er seine WM-Chancen in diesem Jahr ein
Formel-1-Champion Lando Norris fehlen 91 Punkte auf WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli. Der McLaren-Pilot schätzt seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung entsprechend nüchtern ein.
Formel-1-Weltmeister Lando Norris eroberte vor der Sommerpause in Ungarn seinen ersten GP-Sieg in diesem Jahr. Und auch bei der Rückkehr der Königsklasse in Zandvoort gehört der McLaren-Star zu den Favoriten – zumindest wenn es nach Christian Klien geht. Der frühere GP-Pilot und heutige ServusTV-Experte begründet diese Ansicht mit der einfachen Tatsache, dass die Streckencharakteristiken des Hungarorings und des Zandvoort Circuits sehr ähnlich sind.
Norris selbst bleibt vorsichtig. Im Fahrerlager von Zandvoort sagt der 26-Jährige, als er auf seine Siegchancen angesprochen wird: «Ja, ich habe gewonnen, aber das bedeutet für mich nicht, dass ich deswegen auch hier gewinnen werde. Natürlich wollen wir daran glauben, dass es hier wieder klappen wird. Aber wir müssen erst einmal abwarten und schauen, ob das Upgrade, das wir dabei haben, überall funktioniert oder ob die Fortschritte, die wir gemacht haben, strecken- oder kurvenspezifisch war.»
Kein Gedanke an erfolgreiche WM-Titelverteidigung
Auch wenn es um seine WM-Chancen geht, bleibt Norris auf dem Boden. Er weiss: Es wurden schon grössere Rückstände aufgeholt, als seine aktuelle Lücke zu WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli beträgt – ihm fehlen 91 Punkte auf den Mercedes-Star. Dennoch winkt er ab, als das Thema aufkommt. «Die Chance ist kleiner als 1 zu 100», erklärt er trocken. Ganz ehrlich, daran denke ich gar nicht, nur, wenn ihr diese Fragen stellt, dann kommt das Thema für mich auf. Und daran will ich auch nichts ändern.»
Viel lieber sprach der zwölffache GP-Sieger über die Sommerpause, die er in Griechenland verbracht hat. «Das war gut, ich war mit einer Gruppe von Freunden unterwegs, bin viel rumgereist und habe viel gemacht. Die Pause war schön, sie war aber vor allem für das Team wichtig. Denn wir Fahrer haben mehr Zeit als die Teammitglieder, wir sind in dieser Hinsicht vergleichsweise die Glückspilze. Wir haben etwas Zeit für uns gehabt, was toll ist, und ich konnte mal etwas Anderes machen, was ich sehr genossen habe. Denn ich mag auch mein Leben abseits der Rennstrecke.»
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