Lewis Hamilton (Ferrari) nur auf P9: «Glück, nicht in der Mauer zu landen»
Ferrari-Superstar Lewis Hamilton ging von P20 ins Rennen und tauchte schon am Ende der ersten Runde auf P9 auf – aber er wurde am Ende lediglich Neunter. Was ist da schief gelaufen?
Die Tifosi rieben sich in den Augen: Ferrari-Superstar Lewis Hamilton, nach Einbau neuer Motorenteile von Platz losgefahren, kam aus der ersten Runde als unglaublicher Neunter zurück!
Aber danach ging es irgendwie nicht mehr so richtig vorwärts. Ganz im Gegenteil musste Hamilton einen Platz an Haas-Fahrer Oliver Bearman abgeben, um einer Strafe zu entgehen (Hamilton hatte rechts neben der Rennbahn überholt), und es gab – wieder einmal – Diskussionen am Funk über das korrekte Vorgehen in Sachen Reifen.
Hamilton machte sich früh stark, um von Intermediates auf weiche Trockenreifen zu wechseln (was richtig war), aber so richtig Profit schlagen konnte er daraus nicht.
«Mein Start war phänomenal», bestätigt Hamilton nach dem Rennen in Brasilien. «Leider war dies ein Tag, an dem wir enorme Probleme mit den Reifen hatten.»
«Zunächst war es ganz knifflig, die Walzen ins korrekte Temperaturfenster zu bringen, und dann bauten die Hinterreifen viel früher ab als erwartet, worauf der Wagen wie wild zu übersteuern begann.»
«Aber diese Schwierigkeiten im Grand Prix mit den Reifen waren nicht neu für uns. Wir hatten schon im Training mit den Walzen unsere liebe Mühe.»
«Ich hatte also auf den Intermediates dieses Übersteuern, daher habe ich mich am Funk dafür stark gemacht, so früh als möglich auf Slicks zu wechseln. Die Bahn sah so aus, als ob das mit Slicks machbar ist.»
«Ich war überzeugt, dass wir auf diese Weise vorrücken können. Am Ende erhielt ich die Reifen eine Runde später als erwünscht, aber ich glaube nicht, dass dies einen Riesenunterschied gemacht hat.»
«Das Timing hat auch später nicht gestimmt. Ich war im Kampf mit Lawson und wollte ihn mir gerade schnappen, da kam der Befehl zum Boxenhalt. Ich war aber gerade am Attackieren, also bin ich draussen geblieben, und prompt war es in der ersten Kurve wegen mehr Regens gefährlich schmierig – und schon habe ich einen halben Dreher gezeigt! Ich kann von Glück reden, nicht in der Mauer gelandet zu sein.»
«Alles in allem waren wir an diesem Wochenende einfach nicht schnell genug. Jetzt müssen wir darauf achten, dass wir den zweiten Rang in der Konstrukteurs-WM ins Ziel bringen.»
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