MotoGP-Held 2.0 Jorge Martin mit Ansage: «Will dieses Jahr noch gewinnen»
Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin gelang das, was noch vor wenigen Tagen unmöglich schien. Der «Martinator» holte in beiden Katar-Rennen Punkte und half aktiv mit die WM-Titelentscheidung zu vertagen.
Jorge Martin leistete beim Katar-GP, zwei Wochen nach seinem Highspeed-Crash auf Phillip Island, mit gebrochenem Handgelenk Unfassbares. Am Freitag gelang der direkte Einzug ins zweite Qualifying, im Q2 holte sich Martin Platz 11, um im Sprint durchs Feld zu schmettern. Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen –
Beim
Den Zielstrich erreichte der völlig verausgabte WM-Zweite 14 Sekunden hinter dem Rennsieger aus dem eigenen Rennstall. Auf die schnellste Rennrunde, die an Marc Marquez ging, verlor der angeschlagene Spanier 0,5 Sekunden.
Der Champion von 2024, der vor einem Jahr bei seinem Katar-Debüt mit der RS-GP schwer gestürzt war, schaffte es dennoch zum Austausch mit den Medien. Martins Bericht: «Jetzt bin ich komplett erledigt, aber es war es wert, alles zu geben, auch wenn ich jetzt recht starke Schmerzen habe. Aber mir bleiben jetzt zwei Wochen, in denen ich mich erholen und auch die Heilung des Bruchs voranreiben kann. Ich gehe davon aus, dass ich in Portimao nahe bei 100 Prozent sein kann.»
Der kämpferische Spanier weiter: «Wir sind hierhergekommen, haben alles gegeben und unser Ziel erreicht. Es freut mich für das ganze Team, es tut allen gut, so einen Erfolg zu erleben. Wenn ich bedenke, dass ich letzten Dienstag nicht einmal wusste, ob ich hier sein kann – und am Samstag auf dem Podest stand, das ist schon sehr speziell.»
Trotz schlechtem Startplatz schnell genug für die Top-5
Martin über den Verlauf des GP-Rennens: «Leider war die Ausgangslage mit Startplatz 11 und 10 nicht sehr gut. Ich hatte aber das Tempo, um mich im Bereich von Platz 5 zu bewegen, mehr ging nicht. Es hat mich sehr gefreut, auch wieder von «Diggia» zu fahren und das Resultat zu sichern – wobei ich in den letzten Runden komplett zerstört war.»
Und Martins Blick auf die nächste Runde in Portugal? «Mir ist es wichtig, dass ich meine Zeit bei Aprilia für mich und das ganze Team mit Erfolg beende. Mein Ziel ist, dieses Jahr noch zu gewinnen. Ich hoffe, dass mein Körper es zulässt, wieder an der Spitze zu kämpfen und alles für die WM zu tun. In Malaysia konnte ich eigentlich gar nichts unternehmen, hier aber bereits unser Ziel geschafft, also kämpfen wir in Portimao wie bisher», so die Ansage des «Martinators».
Die Ausgangslage vor Runde 21: Marc Marquez mit 431 hat 60 Zählern Vorsprung auf Jorge Martin. Damit fehlen dem Ducati nur noch 12 Punkte, bereits im Sprint kann die Titelfrage mit einem Sieg von «MM93» geklärt sein. Gewinnt Martin, bleibt die WM weiter offen. Die Zeit spielt für Martin – der WM-Herausforderer hat nun 12 Tage, um sich von seinen Heldenfahrten in der Wüste zu erholen – und die nächsten Attacken vorzubereiten.
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