Isack Hadjar (Red Bull Racing/3.): «Muss mich bei Verstappen entschuldigen»
Platz 3 für den 22-jährigen Franzosen beim Traditions-GP in Brasilien. Der Red Bull Racing-Pilot muss sich Norris und Verstappen beugen. Der Pariser: «Ich wäre fast in meine Boxenmannschaft gefahren!»
Vierter Podestplatz für Isack Hadjar im kurzweiligen WM-Lauf von São Paulo im Stadtteil Interlagos der brasilianischen 12-Millionen-Stadt. Der 22 Jahre junge Pariser zeigt ein bärenstarktes Rennen, aber gegen die beiden Weltmeister Lando Norris und Max Verstappen hat es nicht gereicht.
Zum dritten Mal in dieser Saison (Monaco, Baku, Interlagos, immer auf P3) und zum vierten Mal insgesamt (ebenfalls Dritter in Zandvoort 2025) Hadjar also auf dem Siegertreppchen – stark.
In Runde 38 war Hadjar noch erster Verfolger von Lando Norris, als er von Red Bull Racing gebeten wurde, dem aufrückenden Max Verstappen Platz zu machen. Was er anstandslos tat. Doch Verstappen konnte nicht so viel Boden gutmachen auf Renn-Leader Norris wie erhofft. Hadjar fragte am Funk schüchtern nach, ob er seinen zweiten Platz zurückerhalten würde. Aber daraus wurde nichts, weil Verstappen ihm davonfuhr.
Der WM-Achte Hadjar erzählt über seinen Grand Prix: «Die Verhältnisse waren unsagbar schwierig, besonders in jenen Runden, nachdem wir von den Intermediate-Reifen auf die Slicks gewechselt haben.»
«Die Boxenausfahrt war überaus tückisch, richtig seifig. Und zum Schluss kam wieder mehr Regen. Ich bin sehr zufrieden, dass ich Dritter geworden bin.»
«Ich muss es künftig schaffen, weniger Fehler zu machen. Ich muss mich da auch bei Verstappen entschuldigen. Wenn ich in jener Phase des Rennens eher auf der Ideallinie geblieben wäre, so hätte ich besser abschneiden können.»
«Die Bahn war extrem rutschig. In einer Szene hatte ich Antonelli hinter mir, der Wagen schlug quer, im Grunde testete ich für ihn die Verhältnisse, und er konnte sich das in Ruhe anschauen. Es war wie Fahren auf Eis, und im Rückspiegel konnte ich sehen – es war auch für ihn wie Fahren auf Eis!»
«Ich hatte heute viel Glück: Ich wäre beim Boxenstopp fast in meine Rennmechaniker gefahren! Ich habe meinen richtigen Platz gewiss nicht getroffen, aber sie haben dennoch einen schnellen Reifenwechsel geschafft – ein grosses Dankeschön an meine Jungs.»
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