Statt großer Aufregung – Zufriedenheit in Katar bei KTM-Pilot Acosta (6.)
Zu Beginn des Wüsten-GP in Katar zog KTM-Frontmann sogar Pedro Acosta an WM-Favorit Marc Marquez vorbei. Im Finish wurde es nur Platz 6. Diesmal kein Grund, sich aufzuregen, Acosta zog zufrieden ab.
Dass KTM-Werksfahrer Pedro Acosta beim Wüsten-GP in Katar nach der Zielankunft auf Platz 6 nicht auszuckte, wird bei einem Blick auf die Freitags-Statistik verständlich. Der junge Spanier war im Zeittraining erstmals in der Saison 2026 am direkten Q2-Einzug gescheitert. Es fehlte auf dem haftfreudigen Losail-Circuit schlicht der Speed, um konstant an der Spitze mitzufahren. Dazu kamen technische Probleme, die Acosta zweimal von der Arbeit abhielten.
Im Sprintrennen war die Nummer 37 wie die meisten Piloten mit den Medium-Reifen gestartet. Der Schachzug
Dabei sah es nach erneut starkem Start zunächst bestens für die offizielle Werksmannschaft aus. Acosta biss sich am berechnend fahrenden Marc Marquez fest und zog im dritten Umlauf vorbei. Doch der Traum vom Podest erfüllte sich in der Hitze von Katar nicht. Acosta bestätigte nach dem Rennen Probleme mit dem Reifenluftdruck, verwies aber auf ein anderes Problem: «Ja, der Luftdruck war ein Thema, aber wir hatten am Bike ein anderes Problem, das diese Geschichte noch verschlimmert hat. Es war ein Problem, das erstmals im GP aufgetaucht ist. Wir müssen erst noch verstehen, was es war und warum ich langsamer wurde.» Fakt ist: Eine Strafe wegen Unterschreitung des Mindestluftdrucks blieb nach dem GP aus.
Sogleich fügte Acosta dazu: «Aber ich hatte so oder so nicht das Tempo, um mit Marc zu kämpfen. Die Fahrt auf Platz 4 wäre normal möglich gewesen, eventuell sogar ein Kampf um das Podest – aber Marc musste ich ziehen lassen. Am Anfang ist er zurückhaltend gefahren, wollte das Rennen nicht am Anfang entscheiden, aber später hat er nachgelegt. Ehrlich – ich bin nicht unzufrieden mit dem, wie die Rennen geendet haben. Ich bin sogar happy, denn wir haben hier die richtigen Entscheidungen getroffen. Es war ein Risiko, aber wir haben es geschafft, das Wochenende zu drehen.»
Waren es vielleicht die Bedingungen, die Acosta einbremsten? Auch hier wiegelte der WM-Vierte ruhig und kompakt ab: «Nein, ich kann nicht sagen, dass sich die Strecke großartig verändert hat, auch der Wind ging in Ordnung.»
Wenig erbaulich war der Blick für Acosta auf die WM-Tabelle. Trotz zweimal 10 Punkten für die sechsten Ränge zog der WM-Dritte Bezzecchi weiter von Acosta davon und von hinten rückte Ai Ogura näher (minus 15 Punkte). Mit 48 Punkten Rückstand auf Bezzecchi ist die Chance, die KTM-Ära mit Platz 3 abzuschließen, nur minimal. Der WM-Zug war bereits nach dem Sprint am Samstag abgefahren.
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