Lewis Hamilton ist überzeugt: Die jungen Formel-1-Fahrer sind vorsichtiger
In Malaysia mussten sich Fahrer und Fans gedulden, bevor der GP losging. Lewis Hamilton erklärt, was er davon hält. Und er sagt, was die älteren GP-Stars von ihren jüngeren Kollegen unterscheidet.
Das Rennen in Malaysia startete verspätet, ursprünglich mussten sich die GP-Stars und alle Zuschauer 40 Minuten gedulden, weil der starke Regen das Startprozedere verzögerte. Der Start wurde durch Software-Probleme weiter verzögert und schliesslich fuhren alle auf den Intermediate-Reifen los. Die Frage, wie enttäuscht die Fahrer waren, dass nicht auf den blau markierten Regenreifen losgefahren wurde, die deutlich mehr Wasser verdrängen, machte im Fahrerlager von Singapur die Runde.
Lewis Hamilton betont: Die FIA-Offiziellen gaben ihr Bestes
Und auch Lewis Hamilton wurde dazu befragt. Der siebenfache Weltmeister aus dem Ferrari-Team sagte: «Ich freute mich schon auf ein Regenrennen. Als der Niederschlag einsetzte, dachte ich mir: 'Yeah, das wird ein Spass. Und wir fuhren zur Startaufstellung. Aber die Gischt war sehr stark, und nachdem sich der Start dann weiter verzögerte, hatte ich nicht die Duelle mit Max Verstappen und Kimi Antonelli, auf die ich mich gefreut hatte.»
«Aber ich habe keinerlei Bedenken, was das Vorgehen der Offiziellen angeht, sie haben ihr Bestes gegeben, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. Und das Problem mit der Software war nicht abzusehen. Ich habe das Gefühl, dass sie das Ganze bestmöglich gehandhabt haben», versicherte der Rekord-GP-Sieger, bevor er dennoch leichte Kritik übte.
Eine Frage der Formel-1-Generation? Interessante Aussage von Lewis Hamilton
«Die Regenrennen sind nicht mehr das, was sie einmal waren, soviel steht fest. Ich hatte einige grossartige Rennen erlebt, etwa 2008 im Regen. Aber damals hatten wir auch mehr Testmöglichkeiten. Wir hatten bessere Regenreifen, die weiterentwickelt wurden. Und ich liebe es, im Regen zu fahren. Ich denke, die Jungs, die das Ganze über die Bühne bringen, werden immer vorsichtiger. Und auch die jungen Fahrer, die in die Formel 1 kommen, sind immer vorsichtiger. Wir Old-School-Fahrer wollen loslegen, die Youngsters wollen lieber nicht fahren, wenn die Bedingungen so sind, und die Verantwortlichen bekommen dann unterschiedliche Informationen. Sie sind auch super vorsichtig.»
«Ich denke mir hingegen, dass wir unter extremen Bedingungen ausrücken sollten. Denn dann werden wir richtig auf die Probe gestellt. Ist es riskanter? Absolut. Aber letztlich macht dies auch die Herausforderung aus. Als ich am Ende auf den Slicks auf nasser Piste unterwegs war, habe ich die Herausforderung geliebt. Darum geht es doch beim Rennfahren, wenn man sich auf sein Bauchgefühl verlassen muss. Und genau da kann man wirklich den Unterschied ausmachen. Ich glaube auch, dass ich genau da den Unterschied gemacht habe», fügte der 41-jährige Brite an.
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