Lewis Hamilton: Ein Jahr nach «Nutzlos»-Wochenende komplett verwandelt
Vor einem Jahr forderte Lewis Hamilton noch seine eigene Auswechslung – jetzt will er auf seiner Paradestrecke angreifen. Ist in Ungarn sein nächster F1-Sieg drin? Was das mit einer Doku zu tun hat.
Was für einen Unterschied manchmal ein Jahr macht! Vor einem Jahr in Ungarn hatte Lewis Hamilton noch seine große Frustansprache gehalten. Der Ferrari-Pilot, damals noch in seiner ersten Saison in Rot, war im Qualifying auf seiner Paradestrecke (acht GP-Siege) nur auf Platz 12 gelandet. Danach hatte er sich in emotionalen Interviews als «nutzlos, absolut nutzlos» bezeichnet und angeregt, Ferrari solle doch besser den Fahrer (also ihn selbst) austauschen. Im Rennen wurde er auch nur Zwölfter. Der Frust saß tief in einer Saison, in der so ziemlich gar nichts zusammenkommen wollte für den siebenmaligen Weltmeister.
Zwölf Monate später ist das Bild am Hungaroring ein gänzlich anderes: Spätestens seit seinem Sieg in Barcelona (seinem ersten in Ferrari-Rot) kann Hamilton endlich wieder lächeln. Die Saison 2026 läuft um Welten besser als das Vorjahr. Hamilton ist WM-Zweiter und derzeit richtig im Aufwind. Und das merkt man ihm an.
Hamilton konnte sich «ausgraben»
Hamilton sagte vor dem diesjährigen Budapest-Rennwochenende: «Ich bin definitiv stolz auf mich, dass ich mich aus diesem Loch ausgraben konnte, in dem ich gewesen bin.»
Hamilton spricht von Doku
Und dann macht er eine bemerkenswerte Andeutung: «Eines Tages, wenn ich meine Dokumentation mache, dann kann ich auch vom kompletten Wochenende berichten und was dazu geführt hat.» Aha? Klingt, als wäre da etwas Größeres geplant und als steckte im Ungarn-GP 2025 noch eine größere Geschichte, mit der Hamilton derzeit noch nicht rausrücken möchte.
Hamilton stellte vor dem Ungarn-Wochenende fest: «Ich fühle mich um Welten entfernt von dem, wo ich letztes Jahr war. Ich bin sehr dankbar dafür, wie wir uns als Team entwickelt haben. Die Puzzleteile fügen sich zu einem Bild zusammen. Wir sind dieses Jahr mit einem großartigen Auto, einem großartigen Paket. Damit können wir kämpfen.»
Ferrari mit starkem Trainings-Freitag
Im ersten freien Training war er Dritter geworden, im zweiten Training am frühen Freitagabend war er sogar der Schnellste – und wieder ganz der alte König vom Hungaroring – nix «nutzlos»! Auch sein Teamkollege Charles Leclerc war in beiden Sessions stark, Ferrari dominierte das FP2 auf beeindruckende Weise. Das dürfte Hoffnungen machen für ein deutlich positiveres Rennwochenende als noch vor einem Jahr.
Am Freitagabend sagte Hamilton verdächtig bescheiden: «Insgesamt war es ein solider Tag. Die Bedingungen waren ziemlich anspruchsvoll. Der Wind machte die Sache etwas schwierig, und die Strecke fühlte sich an einigen Stellen recht holprig an. Im zweiten freien Training lag das Auto besser im Handling. Wir haben zwischen den Sessions gute Fortschritte gemacht, auch wenn es noch einige Bereiche gibt, an denen wir arbeiten müssen. Wir werden über Nacht alle Daten auswerten, weiter an der Abstimmung arbeiten und hoffentlich für morgen noch etwas mehr Leistung herausholen.»
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