Nach Platz 2 im FP1: So stehen die Chancen für Verstappen & Co in Ungarn
Red Bull Racing machte mit Platz 2 für Max Verstappen und Platz 4 für Isack Hadjar im ersten F1-Training in Ungarn einen guten ersten Eindruck. Der Technische Direktor bremst aber die Erwartungen.
Im ersten freien Training vor dem Formel-1-GP in Budapest landeten beide Red Bull Racing-Boliden unter den Top-4, nur Ferrari mussten sich die Österreicher knapp geschlagen geben. Eigentlich doch gute Vorzeichen fürs Wochenende… oder?
Der Technische Direktor der Mannschaft, Pierre Waché, bremste am Freitag nach der FP1-Session die Erwartungen: «Wir sind ehrlicherweise nicht wirklich selbstbewusst. Die Konkurrenz hat seit Monaco sehr viel verändert. Und das Layout ist schon anders als in Monaco.» Da war Isack Hadjar Dritter geworden (hat das Podium allerdings aktuell verloren, weil Pierre Gasly eine Strafe gutgeschrieben bekommen hat – der Fall wird noch verhandelt).
Neue Probleme auf jeder Strecke
Der französische Ingenieur gibt zu bedenken: «Mit diesen neuen Autos erkennt man jedes Mal, wenn man auf eine neue Strecke kommt, neue Probleme.» Das neue Reglement ist komplex und auch nach zehn Rennen immer noch neu – und hält regelmäßig Überraschungen für Teams und Fahrer bereit.
Der Preis für 2025?
Die Mannschaft um Max Verstappen und Isack Hadjar ist derzeit nur Vierter in der Konstrukteurs-WM. Ist der Rückstand von Red Bull Racing in diesem Jahr auf die Saison 2025 zurückzuführen? Letztes Jahr machte das österreichische Team in der zweiten Saisonhälfte einen Sprung in der Entwicklung. In der Schlussphase hatte Max Verstappen plötzlich eine Chance auf den Fahrer-WM-Titel – das Team warf alles rein, um um seinen fünften WM-Titel in Serie zu kämpfen. Am Ende fehlten nur zwei Punkte. Macht sich jetzt die Entscheidung, das 2025er-Auto weiterzuentwickeln und dafür die Entwicklung des 2026er-Modells zurückzustellen, bemerkbar?
Waché: «Die anderen haben einen guten Job gemacht. Und wir haben bis zum Ende gekämpft. Ich würde sagen, dass wir uns McLaren beide ein bisschen hinterher sind wegen dem, was wir letztes Jahr gemacht haben.» McLaren und Red Bull Racing kämpften bis zum Schluss im Triell Verstappen-Norris-Piastri um den Titel.
Die Zielsetzung für die nächsten Rennen laut Waché: «Es fällt mir schwer, zu sagen, dass wir auf Siege abzielen. Wir versuchen, das Auto zu verbessern. Wir haben einen Plan bis zum Ende des Jahres. Wir geben definitiv alles, um das Auto so gut wie möglich zu verbessern.»
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