Lando Norris in Monaco nur 8.: Wieso die krachende Niederlage für McLaren?
Formel-1-Champion Lando Norris wird den Monaco-GP vom schwachen achten Startplatz in Angriff nehmen, noch hinter seinem McLaren-Stallgefährten Oscar Piastri. Lando ist echt bedient.
Ausgerechnete am Wochenende des 1000. GP von McLaren hat die Papaya-Truppe das schwächste Wochenende seit Baku 2025 eingefahren, damals waren es die Startränge 7 und 9.
Die Ausgangslage für das erfolgreichste F1-Team in Monaco (16 Siege) ist damit ziemlich knifflig. Es müsste im Strassenrennen schon sehr viel Schräges passieren, damit hier Triumph Nummer 17 zustande kommt.
Norris – der vor einem Jahr hier von Pole-Position zum Sieg preschte – ist denn auch ziemlich kleinlaut im ersten Interview. Der elffache GP-Sieger sagt: «Es war schon in Montreal verflixt schwierig, den Wagen auf Speed zu bringen. Die Platzierungen hier nun, ich würde nicht sagen, dass sie ein Weckruf sind, aber es bringt uns zumindest auf den Boden der Tatsachen zurück, wie weit hinten wir unter solchen Verhältnissen sind.»
«Eher langsame Strecken scheinen uns nicht zu munden, und nach dem Kanada-GP waren meine Erwartungen für Monaco nicht besonders hoch. Das Auto ist einfach sehr schwierig zu fahren, es fühlt sich unwillig an und verzeiht keine Fehler. Vor einem Jahr war mein Niveau an Selbstvertrauen bei 100, nun liege ich bei 85. Und um ich Monaco schnell zu sein, brauchst du 100.»
«Wo wir Zeit verlieren? Überall, um ehrlich zu sein, in jedem Teil. Wir haben einfach zu wenig Grip, gemessen an der Konkurrenz. Auch die Fahrzeugbalance ist ungenügend. Es hat nichts mit bestimmten Sektoren hier in Monaco zu tun. In Sektor 1 haben wir hier am wenigsten Kurven, daher ist dort unser Zeitverlust am geringsten.»
«Am Freitag haben wir die Reifen nicht zum Arbeiten gebracht. Das ist am Samstag besser gelaufen. Aber wenn es an Abtrieb und Grip mangelt, dann wird alles schwieriger.»
«Wir fahren alle am Limit auf dieser Strecke. Fakt ist einfach, dass unser Limit niedriger ist jenes der Gegner.»
«Die Vorderreifen neigen zum Blockieren, die ganze Vorderachse arbeitet nicht so wie sie sollte. Aber das hat mit dem Auto zu tun, nicht mit den Reifen. Daran müssen wir arbeiten.»
Auf die Frage, wie es sei, mit den 2026er Autos in Monaco zu fahren, meint Norris: «Du bist viel zu viel damit beschäftigt, auf alle Aspekte zu achten, etwa aufs Energie-Management und ob der Turbo auf Touren ist. Du guckst zwischendurch ständig auf die Daten am Lenkrad, und ich schätze, früher oder später wird es einen Unfall geben, weil jemand grad nach unten geguckt hat und nicht auf die Rennstrecke. Aber ich schätze, damit müssen wir leben.»
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