Charles Leclerc (4./Ferrari): «Ich weiß nicht, was da los ist»
Ferrari-Pilot Charles Leclerc hatte im F1-Qualifying von Monaco Probleme, wurde 4. Was ihm seit Freitag Schwierigkeiten bereitete und wie der erkrankte Teamchef Fred Vasseur in Abwesenheit half.
Nach seinem vierten Platz bei seinem Heim-Qualifying in Monaco war Ferrari-Pilot Charles Leclerc gar nicht glücklich – und das nicht mal, weil er in den zwei entscheidenden Läufen Fehler machte. Sondern wegen seines Autos insgesamt.
Ferrari wirkte am Freitag in den ersten beiden Trainings stark. Charles Leclerc war im FP1 Schnellster, im FP2 Zweiter hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Doch nach der Quali verriet Leclerc: Er war mit seinem Auto auch am Freitag schon nicht zufrieden.
Leclerc: Seit FP1 Probleme
Veränderungen am Auto von Freitag auf Samstag will Leclerc nicht beobachtet haben: «Es war seit dem ersten freien Training sehr schlecht. Schon im ersten Training hatte ich das Gefühl, dass ich wirklich, wirklich zu kämpfen hatte. Es hat es weder besser noch schlechter gemacht. Es war einfach immer gleich.»
Leclerc ratlos
Leclerc: «Die Sache ist, dass ich absolut nicht weiß, was ich da los ist. Im Moment ist es jedes Mal eine kleine Überraschung, wenn ich auf die Bremse trete. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen und ich werde nicht mehr dazu sagen, als ich bereits gesagt habe, aber es war extrem unbeständig. Und ich hatte einfach massive Schwierigkeiten, sei es in Montreal oder hier. Vor allem, wenn die Reifen einfach nicht im richtigen Bereich sind. Hinzu kam, dass die Unbeständigkeit des Autos es sehr schwierig machte.»
Der Monegasse: «Von Kurve zu Kurve verhält es sich nicht wirklich gleich. Es ist einfach extrem knifflig. Wir sprechen hier von Details, aber ich glaube, dass man ständig mal im und mal außerhalb des Reifenbereichs ist – diese kleinen Details machen einen riesigen Unterschied. Ich habe einfach damit zu kämpfen.»
Spätestens im Q2 hatte sich abgezeichnet, dass Ferrari wohl nicht viel mitzureden haben würde im Kampf um die Pole. Dann hatte Leclerc im ersten Anlauf einen Schnitzer drin. Der vorletzte Versuch reichte nicht und im letzten Schuss touchierte er wieder die Barriere.
Fehler im entscheidenden Lauf
Leclerc: «Es war wirklich knapp, und ich finde, bis dahin waren es sehr gute Runden. Aber ich habe es nicht ins Ziel geschafft, also ist es wohl ein bisschen sinnlos, darüber zu reden. Aber es war eine gute Runde. Es war nur verwirbelte Luft. Dadurch habe ich beim Einfahren ein bisschen das Heck im Kurveneingang zur 12 verloren und habe die Barriere berührt.»
Besonderheit am Samstag bei Ferrari: Teamchef Fred Vasseur war nicht an der Strecke, stattdessen mit nicht näher erklärten gesundheitlichen Problemen unter Beobachtung in einer medizinischen Einrichtung in Monaco. Leclerc verriet aber: «Fred war heute ziemlich stark involviert, auch wenn er nicht an der Strecke war. Wir vermissen ihn hier, aber er ist dabei gewesen und hat uns unterstützt.»
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