Ferrari-Star Lewis Hamilton nach Monaco-Quali: «Noch keine grauen Haare»
Lewis Hamilton hatte die Hoffnung auf die Monaco-Pole und den GP-Sieg mit der Tagesbestzeit am Freitag geschürt, am Ende musste er sich mit dem dritten Platz begnügen. Dennoch war er gut gelaunt.
Für Lewis Hamilton gestaltete sich das Qualifying auf dem Monaco-Strassenkurs schwieriger als es der Auftakt ins sechste Rennwochenende des Jahres vermuten liess. Denn der siebenfache Weltmeister hatte den Trainingsfreitag noch mit der Tagesbestzeit abgeschlossen. Dies schürte die Hoffnung, dass er es im Abschlusstraining auf die Pole schaffen würde.
Doch am Ende war er mit seiner Rundenzeit von 1:12,279 min nur der Drittschnellste, 0,228 sec fehlten ihm auf die Pole-Zeit von WM-Leader Kimi Antonelli, der vor etwas mehr als einem Jahr seine Nachfolge bei Mercedes angetreten hatte. Dennoch war der Rekord-GP-Sieger gut gelaunt, als er zum ersten Interview mit seinem früheren Teamkollegen und Gegner Jenson Button antrat.
«Gratulation an Kimi, das war eine starke Leistung, und es ist so unglaublich speziell, hier die erste Pole zu holen», erklärte der Brite grosszügig. Mit Blick auf die eigene Leistung gestand er unumwunden: «Für uns war es hart, weil wir im Training noch so stark ausgesehen haben. Und wir haben auch kaum etwas am Auto geändert, aber aus irgendeinem Grund fühlte es sich im Qualifying ganz anders an.»
«Wir müssen das genauer analysieren, aber ich gab alles und kam den Leitplanken so nahe, wie ich nur konnte», beteuerte Hamilton, und schwärmte gleich wieder: «Es ist ein Riesenprivileg, hier zu sein und einer der 22 Fahrer sein zu dürfen, die in der Formel 1 mitfahren, und das immer noch. Ich liebe jede Sekunde dieser Arbeit.» Auf die Bemerkung von Button, dass er schon eine ganze Weile in der Königsklasse Gas gibt, winkte er lachend ab: «Ich habe immer noch keine grauen Haare, also alles gut soweit.»
Die hohe Leistungsdichte im Feld freut den 105-fachen GP-Sieger. «Es ist wirklich eine ganz enge Kiste, wie dieses Qualifying gezeigt hat. Ich dachte zwischenzeitlich, dass ich es schaffen würde, aber dann hat Max eine gute Runde geschafft, und dann auch Kimi. Aber es ist grossartig, dass die Leistung der Autos so nah beieinander liegt. Wir selbst haben etwas Performance eingebüsst, und wir müssen das verstehen lernen. Dennoch haben die Jungs zuhause im Werk in Maranello und hier an der Strecke ein dickes Dankeschön verdient, weil sie es geschafft haben, dass wir hier auf Augenhöhe kämpfen können. Ich freue mich schon auf das, was wir in Zukunft schaffen werden.»
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