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Mercedes vor Frankreich-GP: Achterbahn der Gefühle

Die Mercedes-Teamführung erlebte in Frankreich ein nervenaufreibendes Qualifying – mit positivem Ausgang. Technikchef James Allison erklärt, warum es im Rennen trotz der Überlegenheit der Silberpfeile eng zugehen könnte.

Formel 1

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Auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet durfte Mercedes zum zweiten Mal in diesem Jahr die erste Startreihe bejubeln – und wie schon in Spanien hatte auch diesmal Weltmeister Lewis Hamilton die Nase vorn. Sebastian Vettel, der sich hinter den Silberpfeilen auf der dritten Position einreihte, war 0,371 sec langsamer als der Polesetter.

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Dennoch war es ein spannendes Qualifying für die Teamführung der Sternmarke, wie Technikchef James Allison bestätigt: "Mit Blick auf das Wetter war das ein recht nervenaufreibendes Qualifying. Denn es bestand immer ein gewisses Regenrisiko." Er räumte aber auch gleich ein: "Mit Blick auf unser Tempo war es weniger nervenaufreibend, da das Auto bei beiden Fahrern und in allen Trainings eine starke Performance hinlegte."

"Es ist sehr gut, dass wir hier zum zweiten Mal in diesem Jahr mit beiden Autos in der ersten Reihe stehen und damit die bestmögliche Ausgangslage haben, um die Enttäuschung von vor zwei Wochen in Kanada vergessen zu machen", freut sich der Brite, der es auch nicht verpasste, die harte Arbeit der Mannschaft im Rennmotorenwerk in Brixworth zu erwähnen: "Es war auch das erste Mal, dass wir die neue Antriebseinheit an diesem Wochenende aufgedreht haben. Die harte Arbeit, die darin steckt, war ein wichtiger Teil unseres Vorsprungs."

Dass die neueste Motoren-Version wie gewünscht funktioniert, ist nicht der einzige Grund zur Freude. Allison erklärt: "Wir sind froh, dass wir das Rennen auf den superweichen Reifen angehen können." "Aber natürlich wissen wir nach der Analyse der gestrigen Rennsimulationen auch, dass es im Rennen richtig eng zugehen wird. Deshalb hoffen wir auf einen sauberen Verlauf der ersten paar Kurven", beeilte er sich anzufügen.

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Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff fasste nach dem Abschlusstraining zusammen: "Dieser Sport ist eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem Rückschlag, den wir vor zwei Wochen in Montreal erlebt haben, ist es fantastisch, hier mit beiden Autos in der ersten Reihe zu stehen. Das Team hat in den vergangenen Wochen und Monaten sein ganzes Herzblut in unser Entwicklungsprogramm gesteckt – und an diesem Wochenende trägt diese Arbeit mit dem neuen Paket erste Früchte."

"Das Top-Gesprächsthema war bislang die neue Antriebseinheit, die dem gesamten Team in Brixworth einen riesigen Einsatz abverlangt hat. Aber wir lernen in jedem Bereich dazu und verbessern uns im Umgang mit dem Auto – und genau diese Arbeit zahlt sich jetzt langsam aus", schwärmte der Wiener.

"Wir haben nicht erwartet, dass wir hier mit beiden Autos in die erste Reihe fahren würden", beteuerte Wolff, und erklärte: "In dieser Saison geht es zwischen den drei Top-Teams so eng zu, dass jedes noch so kleine Detail zählt und ich bin sehr stolz auf die Arbeit, die wir geleistet haben, seit wir in Montreal eiskalt erwischt wurden. Aber die Punkte werden erst im Rennen vergeben."

Mit Blick auf das anstehende achte Kräftemessen der Saison fügte der 46-jährige Österreicher: "Es besteht noch Ungewissheit beim Wetter und wir haben eine andere Reifenstrategie gewählt als Ferrari. Es gibt also noch jede Menge offener Fragen zu klären, bevor wir das Wochenende erfolgreich abhaken können."

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