Moto2-Rookie Furusato überrascht: Zuletzt sogar vor WM-Leader Gonzalez
Nach einem schwierigen Saisonstart nimmt Taiyo Furusato Fahrt auf: Der Moto2-Rookie überzeugt zur Saisonhalbzeit mit klarer Entwicklung und seinem ersten Top-5-Ergebnis.
Die erste Saisonhälfte von Taiyo Furusato in der Moto2-Weltmeisterschaft war geprägt von einer steilen Lernkurve. Zur Sommerpause ist unübersehbar: Der Japaner hat in der mittleren Klasse Fuß gefasst. Der 21-Jährige aus dem Idemitsu Honda Team Asia benötigte Zeit, um sich an die neue Kategorie zu gewöhnen, doch zur Sommerpause zeigt die Formkurve deutlich nach oben.
Bei den ersten sieben Rennwochenenden blieb Furusato noch ohne Punkte, sammelte jedoch wichtige Erfahrungen im hart umkämpften Mittelfeld der Moto2. Ein erster kleiner Durchbruch gelang ihm schließlich im Balaton Park, wo er mit Rang 14 seine ersten Zähler einfuhr. Direkt im Anschluss bestätigte er diese Leistung mit einem weiteren 14. Platz in Brünn.
Auch wenn in Assen trotz eines starken elften Startplatzes im Qualifying noch keine Punkte heraussprangen, deutete sich bereits an, dass Furusato zunehmend ein Gefühl für Maschine, Reifenmanagement und Rennrhythmus entwickelte. Der endgültige Befreiungsschlag folgte dann mit seinem bislang stärksten Auftritt in der mittleren Klasse: Startplatz 7 und Rang 5 auf dem Sachsenring – inklusive eines Duells auf Augenhöhe mit etablierten Fahrern wie WM-Leader Manuel Gonzalez.
Podium war am Sachsenring in Reichweite
«Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Es ist mein bestes Resultat in der Moto2, ich könnte mir kaum mehr wünschen», erklärte Furusato nach seinem bislang stärksten Wochenende. Besonders auffällig: die kontrollierte Herangehensweise des Rookies. «Das Rennen war ganz anders als in der Moto3. Alles war viel ruhiger, der Schlüssel war, sauber zu fahren, die Reifen zu managen und konstant nach Grip zu suchen, ohne zu aggressiv zu sein.»
Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Arbeit im Hintergrund. «Gemeinsam mit dem Team haben wir das Rennen sehr gut vorbereitet, und das hat es mir ermöglicht, bis zum Ende konkurrenzfähig zu bleiben», betonte der Japaner. In der Schlussphase konnte er sogar zur Spitzengruppe aufschließen und kämpfte um Rang 4: «Ich habe in der letzten Kurve noch einen Angriff versucht, aber es hat nicht ganz gereicht.»
Wie Ai Ogura: Furusato im letzten Renndrittel stark
Auch Teammanager Hiroshi Aoyama unterstrich die Fortschritte seines Schützlings: «Taiyo war über weite Strecken des Rennens in der Nähe der Top-8. Es hat etwas gedauert, bis er die Fahrer vor sich überholen konnte, aber danach schloss er sofort zur Spitzengruppe auf.» Besonders in der entscheidenden Phase überzeugte Furusato: «In den letzten fünf Runden war er einer der schnellsten Fahrer auf der Strecke. Platz 5 ist ein ausgezeichnetes Ergebnis für einen Moto2-Rookie.»
Mit diesem Resultat geht Furusato als WM-20. in die Sommerpause – eine Platzierung, die nicht die ganze Geschichte erzählt. Vielmehr zeigt der Trend klar nach oben: Vom punktelosen Saisonstart hin zu konstanten Fortschritten und einem ersten Top-5-Ergebnis.
«Ich bin sehr glücklich, weil sich die harte Arbeit der letzten Wochen langsam auszahlt», sagte Furusato. Genau darin liegt die eigentliche Botschaft seiner bisherigen Saison: Der Lernprozess ist in vollem Gange – und das Potenzial längst sichtbar. Die zweite Saisonhälfte könnte für den Japaner daher noch einige positive Überraschungen bereithalten.
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