Mick Schumacher schreibt Formel 1 ab: «Ich fahre IndyCars, um zu bleiben»
Der Deutsche Mick Schumacher (27) bezahlt in seiner ersten IndyCar-Saison Lehrgeld. Aber er hat als Achter in Nashville seine ersten Top-Ten-Platzierung erobert. Er wird auch 2027 in den USA bleiben.
Es wird kein Formel-1-Comeback von Mick Schumacher geben. Der F1-WM-16. von 2022 (mit Haas) versucht sein Glück in Amerika, er absolviert bei Rahal Letterman Lanigan Racing 2026 seine erste IndyCar-Saison, ist in Nashville erstmals unter die ersten Zehn gefahren (als Achter) und liegt in der Gesamtwertung auf P24.
Schumacher bezahlt viel Lehrgeld in Amerika, aber Mick gefällt es, und er bekannt sich im Podast Speed Street klar zu seiner Zukunft in den USA.
Mick sagt: «Nashville war das erste wirklich saubere Rennen. Wir hatten keine Ausfälle der Schlagschrauber, wir hatten keine Probleme in der Box, es gab keine Berührungen mit Gegnern oder sonst irgend etwas.»
Mit reichlich Erfahrungen auf herkömmlichen Rennstrecken und auf Strassenkursen müssten wir denken, da liegen die Stärken des Formel-2-Champions, aber Mick meint: «Ovale kommen meinem Fahrstil wahrscheinlich mehr entgegen. Ich bin besonders empfindlich beim Reifenverschleiss, genau wegen dem, was wir in Europa damals hatten. Ich denke daher, dass mir das auf einem Oval zugutekommt, weil man so präzise fahren und dieses besondere Gefühl für die Haftgrenze haben muss.»
Schumacher erlitt bei einem Unfall zum IndyCar-Saisonauftakt von St. Petersburg (Florida) eine Handgelenks-Fraktur, «diese Verletzung trage ich noch immer mit mir herum, was nicht gerade hilfreich ist», so Mick.
«Was unser Tempo angeht, so waren wir in etwa bei der Musik, doch es lag immer wieder an kleinen Problemen hier und da, die es uns in den Rennen bisher schwer gemacht haben, das wahre Potenzial zu bestätigen. Unsere Ergebnisse zeigen nicht wirklich, was wir tatsächlich leisten können.»
Mick Schumacher bekennt sich zum IndyCar-Sport: «Ich mag IndyCar sehr gern, und ich bin hier in Amerika, um zu bleiben.»
In welchem Rennstall das sein wird, das steht noch nicht fest. Mick weiter: «Wir führen Gespräche, es ist wichtig, all seine Optionen zu evaluieren und zu sehen, wo das gut passen könnte. Als Rennfahrer kommt es nicht nur aufs Auto an, sondern auch auf die menschlichen Verbindungen, meiner Meinung nach sogar noch mehr.»
«Denn nur als Mannschaft kannst du gewinnen, und zwar mit in einem Team, mit dem du wirklich harmonierst, mit dem du eine Bindung eingehen kannst. Das wird eher die Entscheidungsfindung bestimmen als einfach nur einen Sitz in einem vielversprechenden Auto zu finden. Wenn du mit den richtigen Leuten zusammen bist, dann kommen die Leistungen wie von selber.»
Die IndyCar-Saison geht am 16. August mit dem Lauf auf dem Strassenkurs von Markham (Ontario/Kanada) weiter.
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