Verstappen/Hadjar (Red Bull Racing): Wie Laurent Mekies Stallorder ablehnte
Isack Hadjar rückte im Aserbaidschan-GP näher und näher an Max Verstappen heran, der fuhr gegen den jungen Pariser die Ellenbogen aus. Wieso Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies nicht eingriff.
Isack Hadjar zeigte bei seiner Rückkehr in die Formel 1 ein bärenstarkes Wochenende: Startplatz 4 auf dem Baku City Circuit, dann Dritter hinter George Russell und Max Verstappen im Aserbaidschan-GP.
Zwischendurch wurde das Auto von Hadjar im Rückspiegel von Verstappen grösser und grösser, und der erfahrene Niederländer musste teilweise Kampflinie fahren, um sich den lästigen Franzosen vom Leib zu halten.
Natürlich stellte sich da der eine oder andere Zuschauer die Frage: Wieso wurde seitens des Red Bull Racing-Kommandostands nicht eingegriffen? Wo doch Hadjar mit seinen weichen Pirelli-Reifen in dieser Phase des Grand Prix offensichtlich schneller war als der vor ihm fahrende Verstappen auf mittelharten Walzen.
RBR-Teamchef Laurent Mekies: «Wir haben uns alle möglichen Szenarien angesehen und uns dann dafür entschieden, die Autos in ihren Positionen zu halten. Beide Fahrer haben sich dabei sehr diszipliniert verhalten. Ein grosses Lob auch an Isack, der sehr clever gefahren ist, um sicherzustellen, dass wir das beste Teamergebnis erzielen.»
«Wir waren der Meinung, dass diese Formation die beste Chance bot, Piastri und Russell vor uns unter Druck zu setzen. Klar rechnen alle damit, dass irgendwann das Safety-Car zum Einsatz kommt. Aber eine Garantie dafür gibt es nicht.»
«Max hatte zu diesem Zeitpunkt Probleme mit den mittelharten Reifen, und wir wussten, dass er auf den weichen Reifen eine bessere Chance haben würde. Letztlich ist es genau so gekommen, am Ende hat er den Sieg gegen Russell nur um knapp zwei Zehntelsekunden verpasst.»
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