Nach Crash Norris/Piastri schäumt Andrea Stella (McLaren): «Inakzeptabel»
Lando Norris ist im turbulenten Singapur-Sprint ausgerechnet seinem McLaren-Stallgefährten Oscar Piastri ins Auto gefahren. Auch nach der Singapur-Quali ist McLaren-Teamchef Andrea Stella stinkwütend.
Moment mal, hatten wir nicht die Papaya-Regeln? Jene Vorgabe also, die beim Traditionsrennstall McLaren vorgibt – Lando Norris und Oscar Piastri dürfen hart fahren, aber sich in die Kiste zu rappeln, das ist absolut nicht drin.
Doch genau das ist im Sprint von Singapur passiert. Danach gingen McLaren-Teamchef Andrea Stella und McLaren-CEO Zak Brown mal kurz auf Tauchstation. In den Interviews nach dem Sprint redeten Norris und Piastri um den heissen Brei herum, um auch ja nichts Falsches zu sagen.
Jedenfalls gingen wertvolle Punkte verloren: Zum Schluss des Singapur-Sprints waren die Reifen am Ferrari von Charles Leclerc im Eimer, Piastri und Norris hatten gute Chancen, den roten Renner zu überholen, aber nein, Herr Norris wollte ja unbedingt an Herrn Piastri vorbei, mit einem Manöver das bestenfalls unglücklich war, eher plump und dumm obendrein.
Piastri schied aus wegen der Kollision, Norris wurde nur Achter und rettete noch ein Pünktchen.
Nach der Singapur-Quali stellte sich McLaren-Teamchef Andrea Stella endlich den ungemütlichen Fragen, und es war offensichtlich, dass der Italiener noch immer aufgebracht war.
Stella sagt: «Das war ein langer Tag. Das Sprintrennen war ein Rennen, das uns einige gute Punkte eingebracht hätte, als wir offensichtlich nicht in der Lage waren zu gewinnen.»
«Wir also auf gutem Weg zu soliden Punkten, mit der Chance, Leclerc noch zu schnappen, und als nächstes sahen wir die Kollision unserer Autos. Was uns so gut wie aus dem Rennen geworfen hat. Lando rettete noch einen Zähler, aber das ist auch kein Trost.»
«Zu sehen, wie zwei McLarens so aneinandergeraten, ist einfach nicht akzeptabel. Das ist etwas, das wir mit unseren Fahrern nochmals besprechen werden. Wir werden das hinter verschlossenen Türen tun. Wir werden ihnen über bekräftigen müssen – das Interesse des Teams weit grösser ist als das Interesse eines Einzelnen.»
«Da darf es kein Ego geben. Keine Person ist grösser als der Rennstall. Das muss wohl nochmals betont werden.»
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