Nach Strafe für Hamilton (Ferrari): Quali wie Test, wie er zu Leclerc steht
Merkwürdiges Abschlusstraining in Brasilien für Ferrari-Star Lewis Hamilton: Strafe, erneut grosse Motorenprobleme, eine Quali als Test – und dann viele Fragen der Journalisten über Charles Leclerc.
Selbst nach einem so turbulenten Abschlusstraining wie jenem zum São Paulo-GP drehten sich die meisten Fragen an Lewis Hamilton um seinen Ferrari-Stallrivalen Charles Leclerc. Kein Wunder, nach dem Zoff von Mexiko.
Aber der Reihe nach: Lewis Hamilton ging in den Samstag zum Traditions-GP von Brasilien im Wissen, dass er eine Strafversetzung von zehn Plätzen erhalten wird – wegen des Einbaus neuer Motorteile. Dann jedoch gab’s im dritten freien Training erneut ein Problem mit der Antriebseinheit, also nochmals Wechsel, und damit stand schon vor der Quali fest – Lewis Hamilton wird von ganz weit hinten losfahren müssen (oder aus der Boxengasse, das ist noch nicht ganz klar).
Daher war es im Grunde schnuppe, auf welchem Platz Hamilton die Quali abschliesst. Lewis selber war es allerdings nicht schnuppe.
Der siebenfache Formel-1-Champion sagt: «Ich liebe das Adrenalin einer Quali, und ich liebe das Fahren im Regen. Interlagos ist so eine tolle Rennstrecke, ganz besonders dann, wenn die Bahn nass ist.»
«Letztlich war dieses Abschlusstraining für mich nicht mehr als ein Test für Sonntag, um quasi den Zeh ins Wasser zu halten und die Verhältnisse für den Grand Prix zu spüren.»
Dann drehten sich die weiteren Fragen um den aufmüpfigen Stallrivalen Charles Leclerc. Hamilton sprach erstmals nach der Aussprache mit Teamchef Fred Vasseur und dem Monegassen darüber.
Der 106-fache GP-Sieger meinte: «Fred hat sich mit uns an einen Tisch gesetzt, wir haben das bereinigt und lassen es nun hinter uns. Wir haben noch immer enormen Respekt voreinander. Ich bin froh, haben wir uns ausgesprochen. Unser Verhältnis ist so wie immer, also normal.»
«Manchmal entstehen halt Situation, nach welchen ein Gespräch notwendig wird. Es gab keinerlei Forderungen bei diesem Gespräch, von niemandem, wir haben einfach alle drei unsere Standpunkte erklärt und besprochen, in welchen Bereichen wir das so machen können, dass wir uns besser unterstützen. Ich hoffe, wir haben künftig bessere Rennen.»
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