Nico Hülkenberg (Audi): Das muss in Monza passieren, um WM-Punkte zu holen
Audi-Sportchef Allan McNish hat sich eher pessimistisch darüber darüber geäussert, was seine Piloten Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto in Monza reissen können. Was Hülki selber dazu sagt.
Der Schotte Allan McNish (56) sieht dem GP-Klassiker von Monza eher skeptisch entgegen. Denn der Audi-Sportchef hält fest: «Dieses Wochenende wird für uns allerdings eine andere Herausforderung, auf einem Streckenlayout, das es schwierig machen könnte, die Punkteserie der letzten Rennen fortzusetzen. Unser Fokus wird auf der Umsetzung liegen und darauf, das Beste aus dem zu machen, was wir haben.»
Zur Erinnerung: Audi hat zuletzt vier Mal in Folge gepunktet – Bortoleto Achter in Silverstone und in Belgien, dann Hülkenberg Neunter auf dem Hungaroring und Achter in Zandvoort.
Was sagt der 261-fache GP-Teilnehmer Nico Hülkenberg zu den Aussichten von Audi im königlichen Park? Der 39-jährige Deutsche im Fahrerlager der Monza-Rennstrecke: «Gut, Monza ist eine Power- und Highspeed-Strecke. Auf dem Papier nicht die beste Bahn für uns. Aber wir haben in dieser Saison schon einige Überraschungen erlebt – wir kamen auf Pisten und waren eher skeptisch, dann lief es viel besser als erwartet; aber auch das Umgekehrte ist passiert, dass wir also auf Rennstrecke, wo wir uns eine gute Leistung erhofften, nicht so toll abgeschnitten haben.»
«Ich bin für alles offen und sehe ab Freitag mal, wie das hier geht. Ich glaube – wenn wir als Team von der Umsetzung her alles richtig machen, dann sind WM-Punkte auch in Monza möglich.»
Welchen Sport erwartet Nico in Monza? Wird das wieder so ein Hin und Her wie vor allem in Silverstone, als Fahrer, die sich noch Energie gespart hatten, mir nichts, dir nichts, an Piloten vorbeizogen, denen der Saft ausgegangen war? Hülki meint: «Kann schon sein, und vor allem wird in der Quali der Windschatten ganz wichtig sein. Da werden wir im Abschlusstraining sehen, dass einige Fahrer sich einen Vordermann suchen oder dass ein Team versucht, mit beiden Piloten entsprechend zu arbeiten.»
«Bei uns ist generell ein wenig der Knoten geplatzt, endlich, denn zuvor hatten wir schon ein stattliches Leistungsniveau, aber es gab oft Kleinigkeiten, die uns am Punkten gehindert haben. Inzwischen sollten wir in der Lage sein, an jedem Wochenende in die Top-Ten fahren zu können.»
«Wir haben zum Beispiel bei den Starts grosse Fortschritte gemacht, meine zwei Starts in Zandvoort waren gut. Gleichzeitig ist es kein Geheimnis, dass wir seitens Antriebseinheit Boden gutmachen müssen. Aber wir machen ständig Fortschritte, haben hier eine neue Getriebeabstufung dabei, das sollte ebenfalls in die richtige Richtung gehen.»
«Die Stimmung im Team ist hervorragend, alle spüren, dass wir auf dem Weg nach oben sind. Die Leute dürfen nicht vergessen, wie komplex es ist, eine moderne Antriebseinheit zu bauen. Audi hat da eine solide Grundlage geschaffen, und nun legen wir Schritt umd Schritt nach.»
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