Jetzt offiziell: BMW bindet Miguel Oliveira mehrere Jahre für Superbike-WM
Miguel Oliveira wird auch 2027 und darüber hinaus mit der BMW M1000RR des ROKiT-Teams in der Superbike-WM an den Start gehen. Am 3. September verkündeten die Bayern die Vertragsverlängerung.
«Wir befinden uns mitten in der Saison 2026, aber neben der intensiven Vorbereitung auf die nächsten Rennen ist uns wichtig, bereits für die Zukunft zu planen», meinte Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport. «Wir freuen uns sehr, die Zusammenarbeit mit Miguel in den kommenden Jahren weiterzuführen. Er hat sich nach seinem Wechsel aus der MotoGP sehr schnell in unserem WorldSBK-Projekt eingelebt und wurde ein wichtiger Teil unseres Teams, auf und neben der Strecke. Wir sind gemeinsam sehr erfolgreich in die Saison 2026 gestartet, bereits an seinem zweiten Rennwochenende auf der BMW M1000RR in Portimao ist er in allen drei Rennen auf das Podium gefahren. Seine Verletzung nach seinem unverschuldeten Sturz war natürlich ein Rückschlag, aber wir sind überzeugt, dass wir in dieser Saison und in der Zukunft gemeinsam Großes erreichen können.»
2026 ist Oliveira von der MotoGP in die Superbike-WM gewechselt. In dieser Saison stand er bislang vier Mal auf dem Podest – er erzielte drei dritte Plätze in Portimao, in Ungarn beendete er Rennen 1 auf Rang 3. Der 31-Jährige hat bereits mehrmals unter Beweis gestellt, dass er mit der BMW schnell ist.
«Im Laufe meiner Karriere habe ich gelernt, dass Erfolg auf dem Mut basiert, neue Herausforderungen anzunehmen, und auf der Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Die Verlängerung meiner Zusammenarbeit mit BMW Motorrad Motorsport und dem ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team ist Ausdruck des Vertrauens, das wir gemeinsam aufgebaut haben, und unseres gemeinsamen Ehrgeizes für die Zukunft», betonte Oliveira. «Ich weiß, welche Verantwortung damit verbunden ist, eine so ikonische Marke zu vertreten, und ich werde auf und neben der Rennstrecke alles geben, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. In dieser Saison haben wir das Fundament gelegt, doch ich bin überzeugt, dass das Beste noch vor uns liegt. Ich freue mich sehr darauf, diesen Weg gemeinsam fortzusetzen und weiterhin etwas aufzubauen, auf das wir alle stolz sein können. Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von BMW Motorrad sowie bei der gesamten Mannschaft des Teams für das Vertrauen bedanken, das sie mir entgegenbringen. Packen wir es an!»
Schwerer Sturz in Ungarn warf Oliveira zurück
Anfang Mai hatte Miguel Oliveira einen schweren Crash. Nach dem starken dritten Platz im ersten Rennen auf dem Balaton Park Circuit in Ungarn, hatte der BMW-Werksfahrer im Sprint am Sonntagvormittag viel Pech: In Kurve 6 waren Oliveira und Andrea Locatelli deutlich zu spät auf der Bremse und konnten die Linie nicht halten. Sam Lowes, der unmittelbar hinter Oliveira und Locatelli fuhr, hielt die Ideallinie. Als Locatelli auf diese zurückkehrte, krachte er seitlich in die Ducati des Engländers und ging zu Boden. Die stürzende Yamaha berührte das Hinterrad von Oliveiras BMW. Daraufhin wurde Miguel vom Motorrad gerissen und schlug hart mit dem Helm auf dem Asphalt auf. Er wurde zudem von seiner BMW getroffen und blieb regungslos liegen. Es wurden eine Gehirnerschütterung, Brüche des Schulterblatts und der Rippen sowie Verletzungen an den Schultersehnen festgestellt. Danach arbeitete Oliveira intensiv an seiner Genesung. Die Rennwochenenden in Most und Aragon musste er auslassen. Sein Comeback hatte er Mitte Juni in Misano, wo er unter Schmerzen die Ränge 8 und 6 einfuhr.
MotoGP-Ass Brad Binder wird 2027 der neue Teamkollege von Oliveira werden.
Vor seinem Wechsel in die Superbike-WM fuhr Miguel Oliveira sieben Jahre in der MotoGP – von 2019 bis 2025 ging er in der Königsklasse für KTM, Aprilia und Yamaha an den Start.
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