Marcel Schrötter gibt sich im Euro Moto-Titelkampf noch nicht geschlagen
Zugegeben, Lukas Tulovic hat einen satten Vorsprung in der Tabelle der Euro Moto Superbike. Doch Schrötter und das Team GERT56 setzen alles daran, um ihre Chancen zu wahren.
Marcel Schrötter wird diese Woche nicht weniger als sechs Tage lang auf einer Rennmaschine unterwegs sein. Nach einem ersten Vorbereitungstest für den letzten Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft düste er auf direktem Weg von Südfrankreich in die Eifel, wo an diesem Wochenende das vorletzte Saisonmeeting der Euro Moto 2026 stattfindet.
Der 33-jährige Marcel Schrötter nimmt in diesem Jahr an zwei Meisterschaften teil. Daher ging es erst zu einem Termin mit seinem ERC Endurance Team nach Südfrankreich. Ziel war es, mit den Vorbereitungen für den in zwei Wochen in Le Castellet stattfindenden Bol d’Or zu beginnen, dem Finale der FIM-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026, das zugleich das zweite 24-Stunden-Rennen der Serie ist.
Rückstand wettmachen
Der zweite Schwerpunkt für den erfahrenen Rennfahrer aus Oberbayern ist die Euro Moto Superbike, die bis zum letzten Jahr als Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM)auftrat. Mit dem Rennen am Nürburgring geht die Meisterschaft in die entscheidende Phase. Schrötter liegt derzeit auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung, 46,5 Punkte hinter dem Meister des Vorjahres, Lukas Tulovic.
In den vier verbleibenden Rennen will der BMW-Pilot bis zur letzten Kurve für den noch möglichen Titelgewinn alles geben. Um den vorzeitigen Titelgewinn von Tulovic am Nürburgring zu verhindern, bleibt Schrötter nichts anderes übrig, als auf Sieg zu setzen. Trotz eines vollgepackten Terminplans, verbunden mit einer hektischen Reise in die Eifel, ist Schrötter froh, dass er mit seinem Team GERT56 by RS Speedbikes am heutigen Donnerstag einen zusätzlichen Testtag zur Verfügung hat, nachdem ihm zuletzt in Assen etwas Speed gefehlt hatte.
Kurze Nacht am Nürburgring
«Es war bisher eine intensive Woche im Vorfeld des vorletzten Rennwochenendes der Euro Moto, denn am Dienstag und Mittwoch stand ein Pre-Test für den Bol d’Or an, der sehr positiv verlief», berichtete der BMW-Pilot. «Wir konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen, und jeder von uns war sehr flott unterwegs. Und, was noch wichtiger ist, wir haben den Test ohne Sturz beendet. Die letzten beiden Tage waren daher eine hervorragende Vorbereitung auf das letzte Langstreckenrennen der Saison. Aber es geht sofort weiter, denn das Nürburgring-Wochenende beginnt bereits am Donnerstag mit einem Testtag, genau wie in Brünn.»
«Auch wenn ich wegen der Anreise eine kurze Nacht hatte, freue ich mich sehr darauf, denn diese Gelegenheit für einen Test mit dem Euro Moto Superbike, kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, da wir in letzter Zeit etwas mehr Mühe hatten», so Schrötter. «Allerdings haben wir zuletzt in Assen viele Ideen gesammelt, die wir während der Testsessions ausprobieren können. Deshalb freue ich mich darauf, dass es schon am Donnerstag losgeht, damit wir hoffentlich wieder einen Schritt nach vorne machen können. Dann geht es schon in das vorletzte Rennwochenende der Saison, wo wir hoffen, wieder etwas konkurrenzfähiger zu sein, damit wir uns stärker in den Kampf um Podiumsplätze oder sogar Siege einbringen können.»
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