WM-Chancen verspielt? Kann Ferrari Spitzenreiter Mercedes noch schlagen?
Mercedes konnte acht der zwölf bisherigen Grands Prix in diesem Jahr für sich entscheiden. Die Sterntruppe führt die WM-Tabelle mit stattlichem Vorsprung an. Hat Ferrari überhaupt noch eine Chance?
Wie gross die Dominanz von Mercedes in diesem Jahr ist, lässt sich leicht an den Zahlen ablesen, denn diese sprechen eine deutliche Sprache. Das deutsche Werksteam schaffte es in zwölf Grands Prix acht Mal aufs höchste Podesttreppchen. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Ferrari beträgt nach dem jüngsten Kräftemessen in Zandvoort 87 Punkte.
Auch in der Fahrer-Tabelle haben die Sternfahrer die Nase vorn: Kimi Antonelli ist mit 242 WM-Zählern der unangefochteneTabellenleader, 59 Punkte fehlen seinem Teamkollegen George Russell und Ferrari-Star Lewis Hamilton auf den 20-jährigen Italiener, wobei dessen Stallgefährte den zweiten Platz vor dem Rekord-GP-Sieger aus dem Ferrari-Team belegt. Charles Leclerc, der im zweiten Ferrari um WM-Punkte kämpft, ist derzeit nur WM-Fünfter, ihm fehlen 87 Punkte auf den Spitzenreiter aus Bologna.
Lässt sich das Blatt noch wenden oder ist der WM-Zug für Ferrari schon abgefahren? Dieser Frage ging der Monegasse bei seinem Auftritt im offiziellen Formel-1-Podcast «Beyond The Grid» nach. Und er erklärte, dass der WM-Kampf sehr schwer vorhersehbar sei, weil sich im ersten Jahr mit der jüngsten Fahrzeuggeneration alles um die Weiterentwicklung drehe.
Charles Leclerc: Deshalb sind die Upgrades der entscheidende Faktor
«Darauf will ich auch nicht allzu viel Energie verschwenden», winkte Leclerc auf die Frage nach den Ferrari-Chancen gegen die aktuellen Spitzenreiter ab. «Die Upgrades werden in diesem Jahr die WM entscheiden. Sie sind bei diesen neuen Autos mit dem deutlich geringeren Abtrieb entscheidend. Denn jeder Abtriebspunkt, der gewonnen werden kann, macht einen grossen Unterschied, was das Gefühl auf der Strecke angeht», weiss der neunfache GP-Sieger.
«Das Kräfteverhältnis kann sich also ganz schnell ändern», kommt 28-Jährige zum Schluss. Er stellt klar: «Mein Fokus liegt auf dem jeweils anstehenden Rennen. Ich nehme einen GP nach dem anderen und denke nicht wirklich über die Frage nach, ob wir eine echte Chance auf die WM-Krone haben. Aber natürlich glaube ich daran, solange die WM noch nicht entschieden ist. Und natürlich ist es seit langer Zeit mein Ziel, zusammen mit Ferrari den Titel zu gewinnen. Ich denke, wir kommen diesem auch immer näher. Aber wann es soweit sein wird, weiss ich nicht. Ich hoffe, dass wir es so schnell wie möglich erreichen», fügt Leclerc an.
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